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Batteriewirtschaft der Hauptstadtregion vernetzt sich

Die neue Wertschöpfungskette der Batteriewirtschaft in Brandenburg und Berlin entwickelt sich stetig weiter. Von der Materialveredelung über Zellfertigung, Tests und Batteriepacks bis zum Recycling umfassen die Projekte in der Hauptstadtregion inzwischen den kompletten Batterie-Life-Cycle. Und die junge Branche vernetzt sich – mit Unterstützung der Clustermanagements in den Wirtschaftsfördergesellschaften beider Länder. Bereits zum dritten Mal laden die vier Clustermanagements für Verkehr, Mobilität und Logistik, Energietechnik, Kunststoffe und Chemie sowie Metall und ihre Partner heute zum Branchentreffen „Batterieforum Berlin-Brandenburg“ ein.

Bei dem Forum informiert Brandenburgs Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach,über die Bedeutung der Batteriewirtschaft für die Transformation und die wirtschaftliche Entwicklung im Land Brandenburg.  Die Batteriewirtschaft hat sich mit hoher Dynamik zu einem Schwerpunkt der modernen Industrie entwickelt. Seit der Tesla-Entscheidung für Brandenburg im Jahr 2019 sind Ansiedlungen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Batterietechnik in die Region gekommen. Der Studie „Batteriekompetenzen in und um Brandenburg“ zufolge sind allein in Brandenburg mehr als 30 Unternehmen mit zusammen rund 10.000 Arbeitsplätzen in der Wertschöpfungskette Batterie tätig. Insgesamt wurden für die Studie rund 130 Akteure aus Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nord-Thüringen sowie den polnischen Wojewodschaften Niederschlesien und Opole betrachtet.

Einen aktuellen Überblick zu der vor kurzem in Kraft getretenen Batterieverordnung der Europäischen Union gibt Dr. Carolin Kresse von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Die Chancen und Herausforderungen, die sich daraus für die Akteure in Berlin und Brandenburg  ergeben, steht im Zentrum der anschließenden Diskussionsrunde mit Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach sowie den Experten Dr. Carolin Kresse, Dr. Mischa Bechberger vom VDI/VDE-IT und Prof. Dr.  Jörg Acker von der BTU Cottbus-Senftenberg sowie dem Geschäftsführer der BASF Battery Materials and Recycling Schwarzheide GmbH, Dr. Jan Rudloff.

Die Tagung wurde organisiert von den in der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) und bei Berlin Partner angesiedelten Clustermanagements in Kooperation mit dem Batterienetzwerk zur Regionalisierung der Kreislaufwirtschaft für Lithium-Ionen Batteriesysteme und zukünftiger Technologien (ReLioS), dem Transformationsprojekt Transformationsnetzwerk für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie in der Region Berlin-Brandenburg (ReTraNetz-BB) und dem Projekt „Kompetenzaufbau für Batteriezellfertigung in der Hauptstadtregion“ (KOMBiH), das sich der bedarfsorientierten Qualifizierung von Beschäftigten in den Batterieunternehmen widmet. Das Projekt KOMBiH wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Beteiligt sind darin das Institut für Betriebliche Bildungsforschung (IBBF), das Berufsfortbildungswerk bfw des DGB, die BTU Cottbus Senftenberg, die TU Berlin und die Clustermanagements Energietechnik sowie Verkehr, Mobilität und Logistik in den Wirtschaftsförderungen beider Länder.

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