Kunst als Brücke

Gestalten heißt, eine Brücke von innen nach außen zu bauen, eine Verbindung zu schlagen, zwischen dem Innenleben des Künstlers und der restlichen Welt, zwischen dem Künstler und dem Zuschauer. Der Name „Die Brücke Kleinmachnow Kunstverein e. V.” für den 2009 gegründeten Verein könnte darum nicht passender sein. Er versteht es als seine Aufgabe, Begegnungen zwischen Kunstfreunden und dem Werk professioneller zeitgenössischer Künstler in der Region zu schaffen.

2013 zog der Verein vom Kapuzinerweg ins Landarbeiterhaus am Zehlendorfer Damm 200. Dort, gegenüber der Dorfkirche und der Brücke über den Teltowkanal, in einem Arbeiterhaus des einstigen Rittergutes derer von Hake, hat es eine neue Heimat gefunden und bereits viele Künstler inspiriert. Das Gebäude befindet sich im Besitz der Gemeinde Kleinmachnow und steht unter Denkmalschutz. Es wurde 2013 für eine kulturelle Nutzung umgewidmet und an den Verein vergeben, der ein umfangreiches Nutzungskonzept ­vorgelegt hatte. Seitdem organisieren die ­ehrenamtlichen Kunstvereinsmitglieder Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst und der Partnerverein KultRaum e. V. hat eine Bühne für Kleinkunst geschaffen.

Zu den jährlich stattfindenden Veranstaltungen des Kunstvereins gehören die Lange VideoKunstNacht im Februar, Beiträge zur Langen Nacht der Kultur im Juni und die Kleinmachnower Kunstwoche, bei der jedes Jahr im August vier Künstler eine Woche lang auf dem Gelände arbeiten und sich von den Zuschauern dabei über die Schulter schauen lassen. Im vergangenen Jahr wurde die Statue „Schräger Kerl“ vor dem Gebäude aufgestellt. Die Grundlage wurde bei einer vergangenen Kunstwoche geschaffen. Im vergangenen Jahr entstand eine Bank, die nun den Besuchern eine Sitzgelegenheit bietet. Highlight des Veranstaltungsjahres ist die Ausstellung der Mitglieder im Dezember. In diesem Jahr wird mit dem Ende der Kunstwoche am 07. September das Jubiläum gefeiert.