Filmvorführung unter freiem Himmel im Parlamentsviertel

Unter dem Titel „Dem Deutschen Volke – Eine parlamentarische Spurensuche. Vom Reichstag zum Bundestag“ wird auch in diesem Jahr – bereits zum 9. Mal – vom 24. Juni bis zum 3. Oktober 2019 das Spreeufer im Berliner Parlamentsviertel allabendlich zur Bühne für eine Film- und Klanginstallation über die Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland. Auf mehreren Gebäudeflächen lassen großflächige Videoprojektionen und ein multimediales Licht- und Tondesign die wichtigsten Momente deutscher Parlamentsgeschichte lebendig werden. Die halbstündige Vorführung zeigt die enge Verknüpfung des Reichstagsgebäudes mit der wechselvollen deutschen Parlamentsgeschichte, von den Entwicklungen in der Kaiserzeit bis hin zu den Ereignissen der Gegenwart. Der Film zeichnet nach, wie das Reichstagsgebäude im Laufe der Jahre als Parlamentssitz erbaut, zerstört, wiederinstandgesetzt, verhüllt und umgebaut wurde, um schließlich Ende der neunziger Jahre als gesamtdeutscher Parlamentssitz

wiederaufzuleben. Viele tausend Zuschauer haben die Veranstaltung in den letzten Jahren besucht. Die Vorführung beginnt mit dem Anbruch der Dunkelheit (zurzeit 22.15 Uhr) und wird zwei Mal hintereinander wiederholt. Der Zuschauerbereich befindet sich auf der Freitreppe am südlichen Spreeufer in der Höhe des Friedrich-Ebert-Platzes. Der Besuch ist kostenfrei. Das TSP sprach im Deutschen Bundestag über die „Filmvorführung unter freiem Himmel im Parlamentsviertel“ mit dem FDP-Parlamentarier Christoph Meyer. Der Berliner Bundestagsabgeordnete ist zugleich Landesvorsitzender der FDP. Christoph Meyer erklärte: „Das Wetter spielt mit, über Berlin lacht in diesem Sommer wieder einmal die Sonne. Sicherlich werde ich mir den ein oder anderen Film anschauen. Besonders spannend finde ich die 1990er Jahre. Zum einen, weil das Reichstagsgebäude samt Brandenburger Tor die Szenerie für die Deutsche Einheit stellt und zum anderen, weil das Gebäude tolle Installationen wie die Cristo-Verhüllung oder der Parlamentsumzug im Jahr 1999 von Bonn nach Berlin erlebte. Wer mich kennt, der weiß, dass ich die tollen Bilder deutscher Geschichte gern mit einem starken Espresso auf mich wirken lasse.“

Text: Andreas Gröschl/Fotos: Volkert Neef