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Warum es in Frankreich keinen Osterhasen gibt und andere Osterbräuche

Eier bemalen, Osterfrühstück mit der Familie, auf den osterhasen warten, Osterbrot, Eiersuche, große Osterfeuer oder ein Osterspaziergang – bei uns haben sich Bräuche rund ums Osterfest etabliert. Wie wird anderswo der Frühling begrüßt oder Ostern gefeiert?

Großbritannien

Die Briten treffen sich zum Eierrroll-Wettbewerb im Park. Das Ei, das nach dem Rollen am weitesten kommt und unversehrt ist, gewinnt. Beim „Egg-Shackling“ werden die mit Namen versehenen rohen Eier in einem Sieb so lange geschüttelt, bis nur noch ein heiles Ei übrig bleibt.

Italien

Am Ostermontag wird mit der Familie ein traditioneller Ausflug mit großem Picknick veranstaltet, bei dem ein Hefegebäck meist in Form einer Taube gegessen wird – „Colomba Pasquale“. Oder die „Torta Pasquetta“ aus Mürbeteig, die mit Spinat und Ricotta gefüllt wird.

Australien

In Australien, wo Kaninchen und Hasen als Unruhestifter gelten und nicht gern gesehen sind, kommt statt des Osterhasens der einheimische Kaninchennasenbeutler. Er wird auch „Easter Bilby“ genannt. Und so steckt dann im Osternest statt eines Schoko-Hasens oft ein Schoko-Bilby.

Frankreich

In Frankreich gibt es keinen Osterhasen. Dafür wird es zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag ganz, ganz still, denn die Kirchenglocken läuten nicht mehr. Warum das so ist? Weil alle Glocken nach Rom fliegen, um vom Papst gesegnet zu werden. Erst am Ostersonntag kommen sie wieder und verlieren auf dem Rückflug Süßigkeiten. Die müssen dann die Kinder suchen.

Die Kirchenglocken machen sich in Frankreich nach dem Geläut am Gründonnerstag auf den Weg nach Rom, um den Papst zu besuchen.

Finnland

In Finnland glaubte man lange Zeit an Osterhexen. Deshalb verkleiden sich die Kinder auch heute noch zu Ostern als Hexen und verteilen bunte Zweige an ihre Nachbarn. Dafür bekommen sie Süßigkeiten. Mit allem, was Krach macht, ziehen die Kinder durch die Straßen. Damit soll der Winter endgültig vertrieben werden.

Irland

Um das Ende der Fastenzeit zu feiern, gibt es „Heringsbegräbnisse“: Heringe werden symbolisch zu Grabe getragen. Am Ostermorgen werden unter Nachbarn Tanzwettbewerbe ausgetragen, der Gewinner bekommt einen Fruchtkuchen.

Polen

Am „nassen Ostermontag“ gibt es jährlich eine fröhliche Wasserschlacht. Mit dem jahrhundertealten Brauch „Šmigus-dyngus“ wird an die Taufe erinnert. Heute wird der Spaß mit Eimern, Wasserpistolen und Wasserbomben zelebriert.

Foto: Pixabay.com