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Stahnsdorf – Interkommunale Koordinierung für den Green Park

Der Stahnsdorfer Green Park wurde verkauft und allen Unternehmen wurde gekündigt. Seit Anfang Oktober unterstützt der Landkreis Potsdam-Mittelmark die Gemeinde Stahnsdorf mit einer interkommunalen Koordinierung und bietet Hilfe an.

Der Green Park in Stahnsdorf ist als Gewerbestandort seit langer Zeit etabliert und bietet den zumeist kleineren Firmen einen zentralen und verkehrsgünstig gelegenen Ort für ihr Unternehmen. Die Streletzki-Gruppe, bislang Eigentümer des Gewerbehofs Green Park in Stahnsdorf, hat den mehr als 100 Gewerbetreibenden gekündigt. Die Kündigungen erfolgen gestaffelt bis Mitte 2026, was zu erheblichen Unsicherheiten bei den betroffenen Unternehmen führt, da es in der Region kaum Ersatzflächen gibt. Einige Mieter hatten beim Einzug beträchtlich in ihre Standorte investiert, die jetzt verloren zu gehen drohen und fürchten vereinzelt nun um ihre Existenz. Als neuer Investor möchte die Firma Prologis den Park neu strukturieren und entwickeln.   

Kreis führt Bedarfsanalyse durch

Schnell waren sich Gemeinde Stahnsdorf und der Landkreis darüber einig, dass hier gemeinsam und abgestimmt unterstützt werden muss. Zur Optimierung der Aktivitäten der Gemeinde vor Ort wurde eine Koordinierungsstelle im Landkreis eingerichtet, die sowohl auf der Nachfrageseite als auch auf der Angebotsseite interkommunal in TKS die Informationen bündelt und versucht die Unternehmen sukzessive in der Region unterzubringen. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hatte bereits Anfang Oktober ergänzend zu den Aktivitäten der Gemeinde 110 Firmen des Green Park angeschrieben und deren konkreten Bedarf ermittelt.  30 Unternehmen haben sich direkt zurückgemeldet und ihre individuellen Wünsche nach alternativen Flächen mitgeteilt. Gleichzeitig konnten im entsprechenden Zeitraum in der TKS-Region 31 Flächenangebote ermittelt werden. Dadurch ergaben sich schnell 6 Vermittlungen zwischen Angebot und Nachfrage und darüber hinaus auch Beratungsgespräche zu Unterstützungsangeboten der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Dr. Christoph Löwer, Beigeordneter des Landkreises Potsdam-Mittelmark, hält den Standort für gut entwicklungsfähig: „Uns geht es in erster Linie um die wirtschaftliche Existenz der vielen kleinen Firmen – in diese Richtung berät und unterstützt die Wirtschaftsförderung. In der Region TKS benötigen wir unbedingt mehr attraktiven Gewerberaum und –flächen, also setzen wir auf die Zusammenarbeit und Synergien der Akteure. Dieser Prozess hat an Dynamik gewonnen und schafft auch für die Zukunft der Region bei der Ansiedlung neue Perspektiven.“

Eine besondere Herausforderung besteht jedoch darin, dass auf der Nachfrageseite vorzugsweise Lager- und Produktionsflächen gesucht werden, aber es Angebote für viele Büroflächen gibt. Aus diesem Grund sind seit Ende Oktober auch benachbarte Gemeinden bei der Suche nach geeigneten Flächen mit eingebunden. Aber der Bedarf ist nach aktueller Einschätzung weiterhin deutlich größer.

Wer verfügt über freie Gewerbeflächen und Bürogebäude?

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises und der Gemeinde sind weiterhin aktiv auf der Suche nach verfügbaren Flächen. Erste Angebote konnten bereits nachrecherchiert werden. In den kommenden Wochen ist ein vertiefender Austausch mit den Unternehmen zu möglichen Alternativen geplant.   Um auf der Angebotsseite weiter voranzukommen, bittet der Landkreis PM deshalb um Mitteilung von Gewerbeflächen und -standorten, die den Unternehmen bedarfsgerecht angeboten werden können. Hier zählt jeder kleine Hinweis!

Anbieter und Hinweisgeber melden sich bitte unter wirtschaft@potsdam-mittelmark.de

Fotos: Redaktion