Brandenburg

Vier Menschen sterben im Oberlinhaus in Potsdam

Die Taten ereigneten sich im Thusnelda-von-Saldern-Haus, einer Einrichtung in der schwerbehinderte Menschen leben. Neben den vier Todesfällen gab es ein weiteres Opfer: Eine fünfte Person wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Unter dringendem Tatverdacht steht eine 51-jährige Mitarbeiterin der Einrichtung. Sie wurde noch am Abend vorläufig festgenommen. Über mögliche Motive ist nichts bekannt.


Wie die Polizei am Abend mitteilte sei sie kurz vor 21.00 Uhr wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes im Einsatz gewesen. In verschiedenen Krankenzimmern der Einrichtung wurden insgesamt vier Menschen mit tödlichen Verletzungen und eine weitere schwer verletzte Person aufgefunden. Die Verletzungen aller Opfer seien auf schwere, äußere Gewaltanwendung zurückzuführen. Der genaue Tathergang und die Tatumstände sind bislang noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.


Die Mordkommission der Polizeidirektion West hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft Potsdam die Ermittlungen zum Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts übernommen. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittag mitteilte, würden die Ermittlungen intensiv weitergeführt – ein aktualisierter Ermittlungsstand werde jedoch nicht vor dem heutigen Nachmittag veröffentlicht.