TKS-Kinosommer 2020 fällt aus

Die Veranstaltungsreihe „Open-Air-Kinosomer“ ist für 2020 infolge der geltenden Corona-Beschränkungen abgesagt. Diese Entscheidung trafen die Organisationsteams der Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf sowie der Stadt Teltow schweren Herzens in einer gemeinsamen Videoschalte am 4. Mai 2020. „Bei unseren Kinosommer-Abenden erwarten wir im Schnitt 300 Zuschauer, als Spitzenwert stehen stolze 600 Gäste in den Büchern. Leider bleibt aus jetziger Sicht völlig unklar, welche Events unter den Begriff ‚Großveranstaltung‘ fallen, die ja bekanntlich bis einschließlich 31. August untersagt sind“, begründen sie die Absage in einer gemeinsamen Mitteilung.

Außerdem würden die zu erwartenden Abstandsregelungen nicht nur die zulässige Zuschauerzahl massiv beschränken, sondern damit auch das gesamte Ambiente dieser Abende beeinträchtigen, so die Organisatoren.

Das vierwöchige Online-Voting zum Thema „Babelsberg-Produktionen“ wurde am 6. April gestartet und endete am 3. Mai. Zehn Produktionen aus Deutschland, Europa und den USA standen zur Auswahl; Komödien, Roadmovies, Thriller und Dramen standen dabei zur Auswahl.

Die Vorführungen der sechs Sieger waren für den Zeitraum vom 20. Juni bis 15. August 2020 terminiert. Die Ergebnisse der Abstimmung sollen unbedingt berücksichtigt werden – hier besteht Einigkeit unter den Organisatoren. Diese werden daher in das Folgejahr übertragen. Genaue Vorführtermine stehen derzeit noch nicht fest; diese werden wie in den Jahren zuvor voraussichtlich erst im Dezember festgelegt.

Aus der Abstimmung ging der Spielfilm „25 km/h“ als Sieger hervor, gefolgt von „Ich bin dann mal weg“, basierend auf dem gleichnamigen Buch des Entertainers Hape Kerkeling. Platz drei belegte der Agententhriller „Bridge of Spies“, dicht gefolgt von der Verfilmung von Vladimir Kaminers „Russendisko“. Platz fünf entfiel auf die Komödie „Grand Budapest Hotel“, und mit „Boxhagener Platz“ findet ein Berlin-Roman auf Platz sechs seinen Platz auf der Leinwand.

Ganz abschreiben sollten Filmfans den Kinosommer jedoch noch nicht: „Wir sind uns bewusst, dass die Bevölkerung nach Zerstreuung in Form kultureller Aktivitäten förmlich lechzt, gerade in dieser schwierigen Zeit“, sagen die Veranstalter. Man prüfe daher alternative Eventformen. Allerdings könnten hierzu noch keine genaueren Angaben gemacht werden, da diese Überlegungen noch andauern würden und man keine falschen Hoffnungen schüren wolle. PM/ph

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