„Lernort Natur“-Mobil auf Stippvisite im Lindenhof-Hort

Das Reh ist nicht das Kind vom Hirsch. Es kann gut riechen, verströmt aber keinen eigenen Körpergeruch. Gerade das macht den direkten Kontakt von Kitzen mit dem Mensch so gefährlich, denn der menscheneigene Körpergeruch wird dabei auf das Jungwild übertragen und die Ricke kann ihr Junges dadurch dauerhaft verstoßen. Auch dass die in Stahnsdorf nicht unbedingt spärlich vorkommenden Wildschweine ─ entgegen der landläufigen Meinung ─ äußerst reinliche Tiere sind, ist so manchem Kind unbekannt.

Solche und andere Geschichten von allerlei Tieren aus Wald und Feldflur kamen am 24. Juli im Lindenhof-Hort zur Sprache. Jäger Jörg Gruhl betrieb im Auftrag des Landesjagdverbandes Brandenburg waldpädagogische Öffentlichkeitsarbeit. Dazu hatte er das „Lernort Natur“-Mobil mitgebracht.

Mit großem Interesse und einer ordentlichen Portion Neugier folgten die teilnehmenden Kinder den Ausführungen von Herrn Gruhl. Sie durften echte Tierfelle berühren und sich beispielsweise in einer Wildschweinhaut suhlen oder ─ darin eingepackt ─ an einem Malbaum reiben, also ganz so, wie es auch das lebendige Schwarzwild zur Körperpflege tut.

„Fernab moderner Technik und trotz unserer suburbanen Lebensverhältnisse bleibt es wichtig, unserem Nachwuchs die Natur anschaulich zu präsentieren. Das gelingt mit dem ‚Lernort Natur‘-Mobil außerordentlich gut“, sagt Bürgermeister Bernd Albers, der die Präsentation ebenfalls interessiert begutachtete und sich auch im Namen der Kinder für diese Form der praxisnahen Wissensvermittlung bedankte.

Text/ Foto: Gemeinde Stahnsdorf