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10.000 Euro für Schweizerhof Grundschule in Berlin-Zehlendorf

Die Schweizerhof Grundschule in Berlin-Zehlendorf freut sich zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, ROSSMANN, Procter & Gamble und #wirfürschule: Die Schule erhält eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro als Startkapital für einen Maker Space.

Neben der Schweizerhof Grundschule werden in Berlin zwei weitere Schulen in den Stadtteilen Moabit und Reinickendorf gefördert. Maker Spaces sind offene Lernräume, die dem projektorientierten, experimentellen und kreativen Arbeiten dienen. Zudem bekommen zahlreiche Schulen, die in den letzten Jahren über die Initiative „Zukunft Mitgemacht“ unterstützt wurden, eine Anschlussförderung für ihre Projekte, um eine langfristige Schulentwicklung zu garantieren.

Insgesamt hatten sich mehr als 600 Schulen um eine Förderung beworben, 102 Schulen aus allen 16 Bundesländern wurden unter dem Dach der Initiative „Zukunft Mitgemacht“ ausgewählt, rund 1,2 Millionen Euro werden zur Umsetzung innovativer Ideen für die Schule von morgen ausgeschüttet. Gefördert werden dabei sowohl Maker Spaces als auch das Bildungsprogramm GemüseAckerdemie von Acker. Die GemüseAckerdemie bringt Kindern und Jugendlichen die Herkunft ihrer Lebensmittel näher – direkt auf der schuleigenen Ackerfläche.

Ganz besonders freut es die Projektpartner, dass auch in diesem Jahr das jährliche Spendenziel von 1 Million Euro übertroffen werden konnte. Dies ist den Kundinnen und Kunden zu verdanken, die das ganze Jahr über mit ihrem Kauf von P&G-Produkten (wie Pampers, Ariel oder auch Head&Shoulders) bei ROSSMANN die Initiative unterstützt haben – so fließt pro gekauftes Produkt je 1 Cent in den Fördertopf.

In einem Maker Space wird projektorientiert, experimentell und kreativ gearbeitet – mithilfe von verschiedenen digitalen sowie analogen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel 3D-Druckern, Fräsern, Lasercuttern oder Plottern für handwerkliches Arbeiten, Kameras und Greenscreens zur Produktion von Filmen und Videos sowie mit Laptops und Tablets zum Programmieren und Visualisieren. Dem Konzept des forschenden Lernens folgend, tragen die Maker Spaces durch den freien und niedrigschwelligen Zugang zur Bildungsgerechtigkeit bei. Ziel ist es, die Maker Spaces auch in den Regelunterricht zu integrieren und damit Schulentwicklung nachhaltig zu gestalten.

Unterstützt werden die Schulen bei der Projektrealisierung von der Bildungsinitiative #wirfürschule. Diese hilft Schulen dabei, ihren Maker Space nachhaltig zu implementieren und effektiv zu nutzen. Dabei bietet die Initiative maßgeschneiderte Unterstützung, die auf einer individuellen Bedarfsanalyse basiert, um eine passgenaue Begleitung zu gewährleisten. Zudem organisiert sie digitale Netzwerktreffen, bei denen sich #wirfürschule, Experten und Schulen vorstellen und miteinander in den Austausch treten.

An der Schweizerhof Grundschule in Berlin-Zehlendorf arbeiten alle Klassen von 3 bis 6 seit 2020 im Lernformat FreiDay jahrgangsübergreifend an selbstgewählten Projekten zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Sie entwickeln Prototypen, präsentieren Ideen und setzen ihre Projekte praktisch um. Seit September 2025 erprobt eine Projektklasse zudem Lernen ohne Fächer, Noten und Hausaufgaben. Ein Maker Space soll jetzt den Lernenden zusätzliche Möglichkeiten bieten, ihre Ideen umzusetzen, kreativ zu experimentieren und eigenständig zu gestalten.

„Damit unsere Schulen fit für die Zukunft werden, müssen sie sich an vielen Stellen ändern. Das wird aber nur funktionieren, wenn die notwendigen Entwicklungen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltet werden. Beteiligungsorientierte Schulentwicklung darf aber keine leere Phrase bleiben, sondern muss gemeinsam im Schulalltag gelebt werden. Denn Bildung kann nur nachhaltig gelingen, wenn sich alle Beteiligten gleichermaßen dafür motivieren und begeistern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Gerade die Anschlussfinanzierung von Gewinnerschulen im Rahmen von ,Zukunft Mitgemacht‘ markiert für mich einen wichtigen Fortschritt in der Fördergestaltung der Initiative. Unsere Schulen brauchen verlässliche Perspektiven. Wenn wir überzeugende Konzepte über mehrere Jahre begleiten, entsteht die Substanz, aus der echte Erneuerung der Schullandschaft erwachsen kann – und Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihre Ideen gehört werden und Schule sich durch ihr Mitwirken verändert“, so Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung der Dirk Rossmann GmbH.

„Mit der Initiative, Zukunft Mitgemacht‘ möchten wir der jungen Generation neue Perspektiven im Schulalltag eröffnen. In unseren Schulen braucht es mehr denn je kreatives und kooperatives Arbeiten für neue Ideen und Denkweisen, so wie auch in der Arbeitswelt. Bildung ist für alle jungen Menschen und den Standort Deutschland entscheidend – für Forschung und Entwicklung, für Innovation und auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Auch deshalb ist das Thema Schulentwicklung ein echter Standortfaktor für Deutschland“, sagt Bettina Fröhner, Senior Sales Director bei Procter & Gamble für die D-A-CH-Region.

„Es braucht mehr als nur finanzielle Unterstützung, wenn neue Technologien und Konzepte den Weg in die Klassenzimmer finden sollen. Hier sind sowohl nachhaltige Förderung als auch Austausch auf Augenhöhe und Angebote gefragt, die Schulen dort abholen, wo sie stehen. Genau das bietet #wirfürschule – mit Workshops, digitalen Sprechstunden und einem starken Netzwerk. Die enge und langjährige Zusammenarbeit von ,Zukunft Mitgemacht‘ und #wirfürschule zahlt genau auf dieses Ziel ein“, unterstreicht Verena Pausder, Co-Initiatorin von #wirfürschule und Expertin für digitale Bildung.

Bereits seit vielen Jahren engagieren sich das Deutsche Kinderhilfswerk, ROSSMANN und Procter & Gamble gesellschaftlich für Familien und Kinder – seit 2021 unter dem gemeinsamen Dach „Zukunft Mitgemacht“. Ziel der Partner ist es, junge Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt zu lernen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Dabei wird Schülerinnen und Schülern besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Neben Digitalisierung geht es bei „Zukunft Mitgemacht“ auch um Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität oder die Förderung der MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften. In diesem Zusammenhang unterstützen die Partner auch in diesem Jahr wieder die Bildungsinitiative #wirfürschule.

Foto: Pixabay.com