VBB: Noch keine Kulanzregelung für Stammkunden

Region. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) sammelt weiterhin Fälle von Abo-Kunden, die wegen Corona Probleme mit ihrem jeweiligen VBB-Verkehrsunternehmen haben: Wer trotz Corona nur kompliziert oder mit Preisaufschlag aus seinem Abo-Vertrag herausgelassen werde oder keinen Zahlungsaufschub erhalte, könne dies online melden, so die VZB. Dafür stehe nun die folgende Adresse zur Verfügung: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/beschwerde-box.

„Auch Kunden des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sehen sich in der aktuellen Situation den Risiken von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit ausgesetzt und sind in vielen Fällen auf jeden Euro angewiesen“, so Robert Bartel, Rechtsreferent bei der VZB. Viele würden im Homeoffice arbeiten, Schulen hätten geschlossen, alle seien aufgerufen, ihre Wege zu reduzieren oder für Beschäftigte in systemrelevanten Berufen freizuhalten. Bestimmten Personengruppen werde von der Nutzung von Bus und Bahn mittlerweile ganz abgeraten.

Die Bundesregierung geht in ihren Regelungen zur Corona-Epidemie davon aus, dass Verkehrsunternehmen jetzt bereit sind, kulante Lösungen zu finden. „Kulant wäre beispielsweise, dass Fahrgäste ihr Abo nun kostenfrei pausieren oder leicht und ohne Zusatzkosten kündigen können“, so Bartel. Allerdings gelten im VBB aucn für die treuesten Kunden bislang keinerlei solcher Regelungen: Kündigungen sind nur mit längerem Vorlauf oder zu höherem Preis möglich. Sehr viel verbraucherfreundlicher agieren etwa der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr oder der Hamburger Verkehrsverbund. Dort können Stammkunden ihr Abo einfach für einige Monate pausieren lassen. Auch die Deutsche Bahn hat für ihre BahnCard-Besitzer unkompliziert eine kundenfreundliche Lösung gefunden. Aber eine solche Kulanz sei nach Anfrage des Fahrgastverbandes PRO BAHN Berlin Brandenburg beim VBB nicht absehbar, bedauert die VZB. PM/ph

Foto: Philipp Hochbaum