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Bessere ÖPNV-Zusammenarbeit in der Region gefordert

Das 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr rückt näher. Unterdessen fordert der Fahrgastverband eine bessere Zusammenarbeit im ÖPNV in der Region Berlin-Brandenburg.

Der Berliner Fahrgastverband hat eine bessere Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg beim Öffentlichen Personnennahverkehr (ÖPNV) gefordert. Der Vize-Vorsitzende des Verbands, Jens Wieseke, forderte am Montag verbesserte Angebote vor allem im Stadtumlandverkehr. Zudem müsse der öffentliche Nahverkehr Vorrang gegenüber anderen Verkehrsarten haben. So könnte Linienbussen beispielsweise dass Stehen im Stau erspart bleiben.

Das für 3 Monate geplante 9-Euro-Monatsticket sei indessen eine gute Idee: Es komme darauf an, möglichst viele Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, wofür ein Tarifangebot hilfreich sein könne. Es gehe nicht nur um den Berufsverkehr, sondern auch um Fahrten in der Freizeit. Nach aktuellem Stand (05. April) soll das 9-Euro-Ticket im Juni für drei Monate eingeführt werden.

In der vergangenen Woche war unterdessen bekannt geworden, dass die BVG offenbar eigene Pläne parallel zu dem nun diskutierten staatlich subventionierten Tickets verfolgt. Statt dieses 9-Euro-Monatstickets, das die Bundesregierung 90 Tage lang ermöglichen will, bringt die BVG unter anderem einen dreimonatigen Nulltarif für bestehende Abokunden ins Spiel, berichtet der „Tagesspiegel“. Demnach sprechen sich die Berliner Verkehrsbetriebe offenbar für die Einführung eines kostenfreien Tickets für Bestandskunden aus. Laut der Zeitung will die BVG das vom Bund geplante 9-Euro-Ticket als Schub für die Berliner Verkehrswende nutzen. ph

Symbolbild: Redaktion