Stadtblatt-online.de

SPD-Wirtschaftsforum fordert Digitalisierungsoffensive

Mit seinem Rettungsprogramm „Neustart Kultur“ will der Bund Medien- und Kulturschaffenden während der Corona-Pandemie unter die Arme greifen. Das SPD-Wirtschaftsforum stellt sich hinter die Maßnahmen, fordert aber weitere Schritte.

Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. begrüßt die Aufstockung des Programms Neustart Kultur (detaillierte Informationen zu Programm und Anträgen hier), das die Bundesregierung als milliardenschwere Hilfe für den Kultur- und Medienbereich auflegt. Das Gremium fordert zugleich die Ausarbeitung eines Zukunftsinvestitionsprogramms, um nach der Corona-Krise die digitale Transformation der Kultur- und Kreativwirtschaft weiter voranzutreiben.

„Design, Kreativität und digitale Services werden in Zukunft immer mehr zu relevanten Wettbewerbsfaktoren der deutschen Industrie werden. Das hat die Corona-Krise eindrucksvoll bewiesen“, betont der Schatzmeister des SPD-nahen Wirtschaftsverbands Heiko Kretschmer. „Für viele Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft werden die kommenden wenigen Jahre entscheidend sein, ob sie den Schritt in die digitalen Geschäftsmodelle erfolgreich schaffen oder nicht. Darum muss hier ein Zukunftsinvestitionsprogramm die erforderlichen Mittel für diese Investitionen bereitstellen und zugleich den infrastrukturellen Rahmen verbessern, zum Beispiel bezüglich der Anbindung an das schnelle Internet.“ 

„Wir müssen jetzt Antworten finden, wie es gelingen kann, Insolvenzen und einer strukturellen Eigenkapitalkrise der mittelständisch geprägten Branche entgegenzuwirken“, macht Kretschmer deutlich. Bereits im Sommer 2020 hat das SPD-Wirtschaftsforum eine Revolvierung der KfW-Kredite durch ein Bundesprogramm, das Investitionen durch eine Kombination aus Krediten und Zuschüssen für mittelständische Unternehmen ermöglicht, angeregt.  

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr mit diversen Programmen und Wirtschaftshilfen auf die Pandemie bedingte Notlage der Branchen reagiert. Nicht zuletzt die Überbrückungshilfen III sowie deren Weiterentwicklung seien wichtige Instrumente, um auch Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in dieser Situation zu unterstützen. „In vielen Teilen der Branche ist die Lage immer noch akut und die Wiederaufnahme regulärer wirtschaftlicher Tätigkeit auf unbestimmte Zeit nicht planbar“, so Kretschmer.

Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. ist ein unabhängiger unternehmerischer Berufsverband. Die Mitglieder des Wirtschaftsforums sind Privatpersonen, Unternehmen und Verbände aus allen Branchen. Sie spiegeln den vielfältigen, einzigartigen und erfolgreichen Wirtschaftsstandort Deutschland wider. Das Wirtschaftsforum hat sich die Förderung und Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert zur Aufgabe gemacht. Der Verband organisiert den Dialog der Mitglieder mit Politik, Verwaltungen und Institutionen sowie insbesondere sozialdemokratischen Verantwortungsträgerinnen und -trägern. PM

Bild: Pixabay.com