Stadtblatt-online.de

Neue Finanzierungsmöglichkeiten für Seniorentreff in Stahnsdorf

Der Anteil der Senioren wird laut Schätzung des Brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr im Jahr 2030 bei fast 5.000 Personen liegen.

Im November hat Bürgermeister Bernd Albers auf der Bürgerinformationsveranstaltung der Verwaltung endlich verkündet: „Der Seniorentreff in der Lindenstraße 22 soll kommen!“ Zurzeit werde über die Finanzierung der Umbaumaßnahmen verhandelt. Zwar sind die Räume in der Lindenstraße barrierefrei. „Es müssen jedoch die Heizungs- und Sanitäranlagen erneuert werden“, erklärt Rosemarie Kaersten, Vorsitzende des Seniorenbeirates.

Ursprünglich waren für den Umbau 60.000 Euro eingeplant, die Baugenehmigung wurde bereits im Mai dieses Jahres erteilt. „Durch die neue Brandschutzverordnung haben sich die Maßnahmen zum Brandschutz allerdings massiv verteuert“, so Kaersten weiter. Deshalb veranschlagt die Wohnungsgesellschaft ­Stahnsdorf mbH (WoGeS), Eigentümerin des Gebäudes, nun insgesamt knapp 147.000 Euro für den gesamten Umbau.

Zur Sicherung der Finanzierung dieser Kosten schlägt  die WoGeS eine Mietvertragsdauer von 15 Jahren vor. Eine derart lange Bindefrist ist für die Verwaltung jedoch nur mit entsprechender Nachmieterklausel zugunsten der Gemeinde als Mieter vorstellbar.

Die CDU/FDP-Fraktion der Gemeindevertretung hat jetzt vorgeschlagen, das Stammkapital der WoGeS auf 80.000 Euro zu erhöhen. „Sie wäre dann in der Lage, einen Mietvertrag über eine übliche Laufzeit von fünf Jahre abzuschließen“, sagt Daniel Mühlner, Fraktionsvorsitzender von CDU/FDP. „So könnte der Umbau in der ­Lindenstraße finanziell abgedeckt werden, ohne die Gemeinde längerfristig an die Räumlichkeiten zu binden und Nein zum Gesamtprojekt Seniorentreff sagen zu müssen.“

Der Abschluss des Mietvertrages steht Mitte Dezember erneut auf der Tagesordnung der Sitzung der Gemeindevertretung. Bei positivem Ausgang könnte bereits im ersten Halbjahr 2017 mit dem Umbau begonnen werden, teilte die Gemeinde auf Nachfrage mit.

Die Ergebnisse der Aufsichtsratssitzung der WoGeS und der Beschluss der Gemeindevertretung ­Stahnsdorf blieben bis Redaktionsschluss noch abzuwarten. ­Rosemarie ­Kaersten ist jedoch optimistisch, dass es zu einer baldigen Einigung kommen wird.

 

Text und Fotos: pi