1. Deutsch-Aserbaidschanischer Wirtschaftsgipfel in Berlin

Am 28. November fand in Berlin der 1. Deutsch-Aserbaidschanische Wirtschaftsgipfel statt. Die Anregung zu diesem Treffen von deutschen und aserbaidschanischen Unternehmern sowie Repräsentanten aus Parlament, Ministerien und Vertretern des diplomatischen Corps kam vom CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann. Die Veranstaltung soll deutschen und aserbaidschanischen Unternehmen eine Dialogplattform bieten, um aktuelle Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren, neue Geschäftsbeziehungen zu etablieren und sich mit Vertretern aus der Politik austauschen. Teilnehmer des Wirtschaftsgipfels waren u. a. Rufat Mammadov, der aserbaidschanische Vizeminister für Wirtschaft; Thomas Bareiß (CDU), der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie; der aserbaidschanische Botschafter S. E. Ramin Hasanov und der CDU-Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger. Er ist zugleich Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sport und Ehrenamt“ in seiner Fraktion. Ein weiterer Teilnehmer aus dem Deutschen Bundestag war Nikolas Löbel (CDU).

Mark Hauptmann sagte: „Aserbaidschan ist unser wichtigster Partner im Kaukasus.“ Er teilte auch mit: „Wir Deutsche fangen gerade erst einmal an, Aserbaidschan auf der Landkarte zu finden und zu entdecken.“ Der Botschafter bezeichnete diesen Wirtschaftsgipfel „als ganz großen Meilenstein für die sehr guten deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen.“ Besonders der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Sommer dieses Jahres in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku habe das ganze Land mit Stolz erfüllt und dieser Besuch „war ein großer Schritt zum weiteren Ausbau der guten bilateralen Beziehungen.“ Deutsche Unternehmen haben bisher über 500 Millionen Euro in dem Land an der Seidenstraße investiert. „Aserbaidschan wiederum nimmt sehr rege am deutschen Wirtschaftsleben teil. Bei den großen Messen in Berlin wie der Grünen Woche, der Frucht Logistica und der ITB sind wir vertreten seit sehr vielen Jahren. Ebenso nehmen wir immer in Köln auf dem Messegelände an der ANUGA teil.“ Der aserbaidschanische Vizeminister für Wirtschaft wies darauf hin: „In meinem Heimatland sind bereits 206 deutsche Unternehmen tätig und es werden erfreulicherweise immer mehr.“

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß kam zum 1. Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsgipfel „nicht nur in meiner Funktion, sondern auch als Freund Aserbaidschans. Die Welt ist unsicherer geworden.“ Er konnte den Gästen davon berichten, dass „ich vor dem Besuch hier im Bundeswirtschaftsministerium eine Besuchergruppe aus der Ukraine begrüßen durfte.“

Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU)

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland trägt nun einmal nicht zur Sicherheit und Stabilität der internationalen Staatengemeinschaft bei. Daher sei es wohltuend, dass „Deutschland und Aserbaidschan strategische Partner sind, die auch großen Wert auf eine längerfristige und nachhaltige Partnerschaft legen.“ Gerne unterstütze Deutschland das Land an der Seidenstraße, es in die internationale Wertegemeinschaft einzubinden. Das hat auch den Vorteil, den zahlreichen jungen Menschen in Aserbaidschan werde dadurch eine Perspektive für eine gute Zukunft gegeben.

In Potsdam lehrt Prof. Dr. sc. pol. Wilfried Fuhrmann an der Universität Volkswirtschaftslehre. Er zog folgendes Fazit bezüglich des 1. Deutsch-aserbaidschanischen Wirtschaftsgipfels: „Man hat die bereits sehr guten Beziehungen vertieft. Aserbaidschan steht für Vitalität, Dynamik und eine herausragende Kultur.“

Text/Foto: Volkert Neef