Stadtblatt-online.de

Müll in Teltower Ex-Kleingärten

Noch immer liegen die ehemaligen Kleingärten in Teltow-Seehof brach. Unterdessen wird die frühere Kolonie von Müllwilderern missbraucht.

Sie sind nicht Fisch, nicht Fleisch: die ehemaligen Kleingartenanlagen in Teltow-Seehof. Kurt Breitenstein, der Besitzer der Grundstücke, verhandelt seit Jahren mit den ehemaligen Pächtern der Parzellen, damit sie ihre Grundstücke räumen, um das 2,7 Hektar große Areal zu bebauen. Eigenen Angaben zufolge hat er mit fast allen Kleingärtnern bereits eine Einigung erzielt. Daher sind die meisten Parzellen geräumt.

Doch Breitenstein hat keine Baugenehmigung für das Gelände an der Osdorfer Straße erwirken können, denn die Stadt Teltow möchte das Gebiet als Kleingartenanlage erhalten und verweigert daher die Genehmigung. So verwildert das Gelände zunehmend – nicht zuletzt tragen Wildschweine nachhaltig dazu bei. Das Problem: Weder werden die Parzellen von Hobbygärtnern gepflegt, noch entsteht neuer Wohnraum. Die Erschließung der Osdorfer Straße, die insgesamt zu einem gepflegteren Erscheinungsbild beitragen würde, ist auch erst einmal auf Eis gelegt. Hinzu kommt: „Inzwischen werden hier immer wieder illegale Müllentsorgungen im großen Stil getätigt“, beklagt sich Breitenbach. Er habe Anzeige bei der Polizei erstattet.

Abgelegt wurden Möbel, Bretter und allerlei anderer Unrat. Die dreisten Müllwilderer sind dabei mit einem Kleinlaster stecken geblieben und mussten ihn abschleppen lassen. Hierfür gibt es sogar einen Zeugen, der aber nicht gesehen hat, wie der Müll abgeladen wurde. Breitenstein: „Das Bild, das die Kleingärten durch diese Aktion abgeben, ist ein Jammer.“ ros

Bild: Kurt Breitenstein