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Erhöhte Legionellen-Werte an Stahnsdorfer Schule

In der Sporthalle und dem Schulgebäude der Grundschule „Heinrich Zille“ in Stahnsdorf wurden erhöhte Legionellen-Werte festgestellt. Das hatte der Gesundheitsdienst des Landkreises Potsdam-Mittelmark am 18. Oktober im Rahmen der jährlichen Untersuchung des Trinkwassers in den kommunalen Einrichtungen entdeckt. Die Gemeinde Stahnsdorf sperrte noch am selben Tag die Duschräume der Sporthalle und hat das Wassersystem in Schul- und Hortgebäude sofort thermisch desinfiziert.

Als Ursache für die erhöhten Werte wurde die verminderte Zirkulation im Wasserkreislauf durch die derzeitigen Baumaßnahmen an der Grundschule ausgemacht. Nun wurden die stillgelegten Toiletten im Säulengang vom Hauptwasserstrang getrennt und das Problem damit beseitigt.

Ein weiterer Grund für die lokal fehlende Trinkwasserzirkulation sind mehrere defekte Armaturen (Mischbatterien) an den Duschplätzen der Sporthalle. Dafür wurde bereits vor Feststellung der erhöhten Werte neues Material bestellt, das nach der Lieferung im November eingebaut werden soll. Eine Freigabe der Duschen soll nach dem Austausch der Armaturen, einer anschließenden thermischen Desinfektion des Leitungssystems der Sporthalle und erneuten Untersuchung des Trinkwassers erfolgen. Die Schule und alle weiteren Hallennutzer sind durch Aushänge vor Ort über die bestehenden Einschränkungen informiert.

Legionellen können Krankheiten der Atemwege (Legionärskrankheit) oder Fieber (Pontiac-Fieber) verursachen. Die Bakterien werden durch zerstäubtes, vernebeltes Wasser übertragen. Erregerhaltige Tröpfchen können sich in der Luft verbreiten und eingeatmet werden. Mögliche Ansteckungsquellen sind beispielsweise Duschen, Whirlpools oder Luftbefeuchter. Das Händewaschen an Wasserhähnen ist angesichts des beschriebenen Übertragungsweges unbedenklich.