Nachhaltig in Ludwigsfelde: Adé Verpackungsmüll

Angesichts riesiger Plastikteppiche in den Weltmeeren ist es höchste Zeit zum Umdenken, finden die Auszubildenden im EDEKA Center Specht in Ludwigsfelde. Die sogenannten „Jungspechte“ haben daher  im Rahmen des diesjährigen U21-Azubiprojekts Ideen entwickelt, um unnötigen Verpackungsmüll im Supermarkt zu vermeiden und sich der Frage gewidmet „Wie können wir nachhaltiger werden?“.

Natürliche Materialien statt Plastik

Der Landtagsabgeordnete Helmut Barthel (SPD) ist begeistert vom Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und nahm das seit Anfang Februar laufende Projekt vor Ort in Augenschein. Direkt im Einkaufsmarkt und im gastronomischen Bereich ließ er sich die Umsetzung von Stella Specht erläutern. Die Tochter der EDEKA-Inhaber Carmen und Hans-Hermann Specht  zeigte, wie man die gesamten Verpackungen, die der Markt selbst beeinflussen kann, auf nachhaltige Varianten umgestellt hat: Es gibt zum Beispiel Verpackungen aus Maisstärke, aus Zuckerrohr oder aus Milchsäure, aber auch Papier, Pappe, Holzstoff oder Graspapier. Selbst die bis jetzt noch aus Kunststoff bestehende Klarsichtfolie für die Präsentkörbe wird demnächst gegen eine umweltfreundliche Zellulosefolie ausgetauscht.

Eigene Behälter? Geht doch!

Neben der Verwendung nachwachsender Rohstoffe ist auch die Nutzung von wiederverwertbaren Behältnissen ein Beitrag zur Vermeidung von überflüssigem Verpackungsmüll. So kann man etwa beim Kauf von Wurst und Käse seine eigenen Behälter in den Ludwigsfelder Supermarkt mitbringen und befüllen lassen. Um die Kundinnen und Kunden an der Frischetheke zum verpackungsfreien Einkaufen zu animieren wurde eigens eine Bonuskarte eingeführt. Nachdem man zehnmal mit einem Mehrwegbehältnis eingekauft hat, gibt es einmalig zehn Prozent Rabatt auf den gesamten Einkauf.

Bye bye Bon

Aber auch weitere Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit werden im Markt umgesetzt: Dadurch, dass der Kassenbon nur auf Wunsch des Kunden gedruckt und ausgehändigt wird, konnte der Verbrauch der Bon-Rollen um rund fünfzig Prozent reduziert werden.  An der Kasse gibt es zum Abtransport des Einkaufs Papiertüten und mehrfach verwendbare Tüten. Der gesamte Betrieb des Supermarktes laufe darüber hinaus mit Ökostrom, erläutert Inhaber Hans-Hermann Specht.

Als Landtagsabgeordneter weist Helmut Barthel auf die Bedeutung des Einkaufsverhalten jedes Einzelnen hin: Mit der wachsenden Weltbevölkerung nimmt auch die Menge an Müll zu, die unsere Umwelt belastet. Da sich Kunststoff nur sehr langsam zersetzt, stellt Verpackungsmüll aus Plastik eine der größten Herausforderungen dar. Das Beste sei es, diesen von vorneherein soweit wie möglich zu vermeiden. Das Azubiprojekt bei  EDEKA Center Specht leiste dazu einen tollen Beitrag und sollte Schule machen, findet der Abgeordnete.

Text/Bild: PM