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Kleinmachnow: Abou-Chaker-Villa bleibt im Familienbesitz

Am Mittwoch wurde in Kleinmachnow ein Villenensemble des Rappers Bushido und des Clanchefs Arafat Abou-Chaker zwangsversteigert. Das einzige Gebot kam aus der Familie der Abou-Chakers – das Gebäude bleibt der Familie damit erhalten.

Am Mittwoch wurde das Kleinmachnower Villengrundstück mitsamt Gebäuden, welches dem Rapper Bushido und dem Clan-Chef Arafat Abou-Chaker gehörte, zwangsversteigert. Laut RBB bleibt das Gebäude, das frühere Seemannerholungsheim im Zehlendorfer Damm, im Familienbesitz, nachdem ein Familienmitglied der Abou-Chakers das einzige Gebot abgegeben hatte. Mit 7,4 Millionen Euro entspricht dies ungefähr dem halben Verkehrswert des Grundstücks, den das Gericht zuvor angegeben hatte. Die Versteigerung fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Bushido und Arafat Abou-Chaker waren persönlich anwesend. Das über 16.500 Quadratmeter große Grundstück gehörte beiden Männern jeweils zur Hälfte. Zwischen beiden Gebäuden befindet sich ein unterirdischer Wellnessbereich; dieser muss aufgrund fehlender Baugenehmigungen möglicherweise abgerissen werden.

Clanchef Abou-Chaker bewohnt auf dem Gelände weiterhin eine rund 560 Quadratmeter große Villa. Ein weiteres, etwa 630 Quadratmeter großes Gebäude, hatte der Rapper Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, bewohnt und steht derzeit leer. Ferchichi hatte die Versteigerung beantragt, um die Eigentümerschaft zu beenden. Beide Männer befinden sich derzeit in einem Rechtsstreit; Ferchichi bezichtigt seinen früheren Freund und Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker der versuchten schweren räuberischen Erpressung, Nötigung, gefährlichen Körperverletzung, Beleidigung und Untreue.

Nach Medienberichten hatte Ferchichi alias Bushido die Zwangsversteigerung gegen den Willen Abou-Chakers durchgesetzt. Zuerst hatte der „Stern“ darüber berichtet. ph