Stahnsdorf: Digitale Bürgerbefragung zum Entwicklungskonzept 2035

Nach Corona-bedingter Pause geht die Bürgerbefragung in ihre nächste Runde. Die Stahnsdorfer werden zur Entwicklung  der Gemeinde in unterschiedlichen Bereichen befragt – ausschließlich digital und bis zum 23. August.

Nach dem Expertengespräch, zu dem am 3. März 2020 rund 40 Vertreter aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu einer gemeinsamen Beratung erschienen, pausierte die Erarbeitung des Integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (INSEK) pandemiebedingt. In der Zwischenzeit ist die Verwaltung allerdings nicht tatenlos geblieben: Während der vergangenen drei Monate organisierte die Steuerungsgruppe aus Planungsbüro und Verwaltung die nächste Phase des Beteiligungsverfahrens.

Angesichts der derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln unterliegen Präsenzveranstaltungen enormen Einschränkungen – ein möglicher Teilnehmerkreis wäre dann vermutlich kleiner als gewünscht. Daher wurde beschlossen, die nächste Beteiligungsphase ausschließlich digital durchzuführen. So werden seit dem 24. Juli und noch bis einschließlich 23. August insgesamt rund 13.000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren zu mehreren Themenfeldern befragt, und zwar zu den Gebieten

• Wohn- und Siedlungsentwicklung

• Verkehr und Mobilität

• Einzelhandel, Gastronomie, Wirtschaft

• Soziales, Bildung, Kultur, Sport

• Freiraum, Klima, Energie

• Allgemeine Fragen

Die sechs Themenfelder können die Bürger je nach Motivation und Laune beantworten. „Man kann sich wie bei einem Buffet einfach das herausgreifen, was einem besonders wichtig ist. Natürlich freut sich die Verwaltung darüber, wenn sich die Befragten bis zum Ende des Abstimmungszeitraums allen Themenfeldern widmen“, erklärt Stephan Reitzig von der Gemeinde Stahnsdorf. Erf unterstreicht auch: „Das beruht absolut auf Freiwilligkeit.“ Bürgermeister Bernd Albers (Bürger für Bürger) freut sich über den Start der nächsten Runde. „Ich bin froh, dass wir uns nach drei Monaten pandemiegeprägtem Verwaltungshandeln nun wieder mit voller Kraft der direkten Demokratie widmen können.“

Nach den Befragungen zur Zukunft der „Waldschänke“ im Februar und der örtlichen Jugend zum Thema „Identifikation“ im März wird in diesem Jahr nun zum dritten Mal das POLYAS-System für Umfragen eingesetzt. Die Software sei zwischenzeitlich durch die Landesdatenschutzbeauftragte eingehend geprüft und glücklicherweise für sehr gut befunden worden, heißt es aus dem Stahnsdorfer Rathaus.

Aus den Antworten, die nun ab Ende August 2020 erwartet werden, soll sich ein Stimmungsbild der Einwohner bei ihrem Blick auf die Gemeinde zeigen. Dieses soll in erster Linie auf Bedarfe hinweisen und ist die Basis für die Folgearbeit an künftigen Handlungsschwerpunkten sowie für die Strategieentwicklung. Eine Auswertung wird zu gegebener Zeit auf www.stahnsdorf.de veröffentlicht. Für Fragen und Anregungen steht das E-Mail-Postfach direktedemokratie@stahnsdorf.de bereit.  PM/ph

Bild: Redaktion