60 Jahre Mauerbau – Teltow erinnert auf vielfältige Weise

Der Bau der Berliner Mauer und damit auch der Grenzanlagen in der Teltower Region jähren sich am 13. August 2021 zum 60. Mal. Neben der zentralen Gedenkveranstaltung in Hohen Neuendorf wird auch in den sogenannten Grenzkommunen rund um Berlin an den Mauerbau erinnert.

Traditionell – und so auch in diesem Jahr – werden in Teltow an den Gedenkstelen für zwei Maueropfer an der Knesebeckbrücke Kränze niedergelegt. Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Andrea Scharrenbroich, wird eine Rede halten. Die Kranzniederlegung findet ab 18:00 Uhr statt.

Anschließend, ab 19:00 Uhr, sind alle Teltowerinnen und Teltower zu einer Veranstaltung im Stubenrauchsaal im Neuen Rathaus eingeladen. Dort werden private Fotos rund um das Thema Mauerbau gezeigt, die von Einwohnerinnen und Einwohnern nach einem Aufruf der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt worden sind. Eine Auswahl der beeindruckenden Dokumente ist bereits seit einigen Wochen im Neuen Rathaus als Ausstellung zu sehen. Außerdem gibt es parallel eine Freiluft-Ausstellung am Zaun des Teltower Stadthafens. Dort war einst Grenzgebiet.

Während der musikalisch umrahmten Veranstaltung werden zudem die Lebensgeschichten von vier jungen Männern geschildert, die bei Fluchtversuchen in Teltow von Grenzsoldaten erschossen worden sind. Ihrer soll in besonderer Weise gedacht werden. Außerdem wird ein Film gezeigt, in dem fünf Frauen aus Teltow und Berlin-Lichterfelde als Zeitzeuginnen des Mauerbaus erstmals Auskunft über das Leben mit der nahen Grenzanlage geben. Zur Veranstaltung im Stubenrauchsaal wird um Anmeldung gebeten bei Susanne Schneider, 03328/4781-243 oder s.schneider@teltow.de PM

Bild: Peter Jaeckel