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Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt leicht an

Der regionale Arbeitsmarkt bleibt trotz konjunktureller Unruhe grundsätzlich aufnahmefähig. Dennoch stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht an. Im Juli waren 21.213 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 574 mehr als im Juni und 519 mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte leicht auf 5,9 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 5,8 Prozent.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende, das zeigen die 1.038 Stellen, die im Juli neu gemeldet wurden. Dies sind 73 mehr als im Vormonat und 79 weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in der Fertigung, in medizinischen und Gesundheitsberufen, sowie im Baugewerbe. Aktuell befinden sich 6.414 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit Potsdam.

Sandra Stahl, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Potsdam, ordnet die Situation ein: „Der regionale Arbeitsmarkt trotzt den widrigen Rahmenbedingungen und bietet weiterhin gute Perspektiven, auch wenn sich die Zahl der Menschen ohne Arbeit im letzten Monat erhöht hat. In vielen Branchen werden weiterhin Fachkräfte gesucht. Bei fehlenden Kenntnissen oder Expertise unterstützt die Arbeitsagentur mit individueller Qualifizierung und Förderung. Aus diesem Grund sollten Unternehmen sowohl den jungen Fachkräften nach jetzt bestandener Ausbildung, als auch lebenserfahrenen, quereinsteigenden oder zugewanderten Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance geben. Auch das Potential von meist gut qualifizierten Menschen mit Behinderung sollte verstärkt in den Blick genommen werden, da es den Radius der suchenden Betriebe um hoch motivierte Menschen erweitert.“ 

Ausbildungsmarkt

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam meldeten sich bis Juli 2026 insgesamt 3.153 junge Menschen in der Berufsberatung, um sich für das ab August 2026 startende Ausbildungsjahr für eine Ausbildung oder ein duales Studium vormerken zu lassen. Dies sind 259 Personen (8,9 Prozent) mehr als im Juli 2025. Aktuell sind davon noch 1.275 Berufseinsteigende aktiv auf der Suche. Sandra Stahl, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Potsdam, merkt an: „Auf dem Ausbildungsmarkt sehen wir häufig die fehlende Passung zwischen den Anforderungen und Angeboten der Betriebe auf der einen Seite und den Erwartungen und Ideen der jungen Menschen auf der anderen Seite. Viele Unternehmen haben offene Ausbildungsstellen, während Bewerberinnen und Bewerber nach für sie interessanten Angeboten suchen. Hier braucht es auf beiden Seiten mehr Flexibilität: Jungen Menschen empfehlen wir, auch für Berufe und Branchen offen zu sein, die sie bisher vielleicht noch nicht im Blick hatten, die aber spannende Perspektiven in der Region bieten.

Für Unternehmen ist es wichtig, neben den Schulnoten auch die individuellen Stärken der Jugendlichen zu berücksichtigen. Die Expertinnen und Experten der Berufsberatung und des Arbeitgeberservice beraten dazu gern auch in der Ferien- und Urlaubszeit, denn in der zweiten Hälfte der Sommerferien geht es in die „heiße Phase“ der Ausbildungsabschlüsse. Wer noch nicht versorgt ist, sollte die Zeit jetzt nutzen und schnell einen Termin vereinbaren.

Zum gegenseitigen Kennenlernen laufen zudem noch bis zum 07.08.2026 die Praktikumswochen, die die Industrie- und Handelskammer Potsdam u. a. mit der Agentur für Arbeit Potsdam als Partnerin in den Sommerferien anbietet. Aber auch danach sind Praktika bestens geeignet, damit Jugendliche praktische Erfahrungen sammeln und Betriebe ihren Nachwuchs finden.

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