Feuerwehr warnt: Haussee in Güterfelde nicht betreten

Bei den derzeitigen Temperaturen locken die Eisflächen und laden zu einer Rutschpartie ein. Aber hier ist dringende Vorsicht geboten!

Bei einer gemeinsamen Übung zur Eisrettung auf dem Güterfelder Haussee stellten die Ortswehren aus Stahnsdorf und Güterfelde am gestrigen Tag fest, dass trotz Dauerfrost die Eisdecke nicht tragfähig ist.

Die Feuerwehr untersuchte in einer Stichprobe die Dicke des Eises auf dem See. An der getesteten Stelle war das Eis lediglich fünf Zentimeter dick. An anderen Stellen des Sees ist die Eisdecke nicht geschlossen.

“Die Feuerwehr rät hiermit allen Menschen dringend vom Betreten der Seeoberfläche ab”, sagt Gemeindewehrführer Sebastian Diwiszek. Angesichts der vielen Spaziergänger und Schlittschuhläufer, die in den vergangenen Februar-Tagen auf dem Eis gesichtet wurden, ist diese Warnung mehr als verständlich.

“Die Kameraden haben den See auf Leitern liegend betreten und waren zusätzlich mit Seilen gesichert. Unsere Übung war erfolgreich, aber den Ernstfall in Sachen Eisrettung möchten wir alle nicht erleben”, appelliert Diwiszek an die Vernunft. Das Betreten jeglicher Seen sei derzeit lebensgefährlich.

Wie verhalte ich mich auf Eisflächen?

  • Niemals allein gehen! Es sollte immer jemand in der Nähe sein, der Acht gibt und schlimmstenfalls Hilfe holen oder einen Notruf abgeben kann.
  • Dunkle Stelle im Eis weisen oft auf dünne Stellen hin. Sind solche Stellen in Sicht, die Eisfläche nicht betreten!

Wie verhalte ich mich, wenn ich eingebrochen sein sollte?

  • Laut um Hilfe rufen, um andere auf die Notlage aufmerksam zu machen!
  • Nicht zu viel bewegen oder gar zappeln. Man sollte seine Kräfte schonen.
  • Ist man eingebrochen, sollte man versuchen, sich  am Rand der Bruchstelle festzuhalten und – wenn möglich – auf dickerem Eis herauszuziehen. Bricht das Eis weiter beim Versuch, darauf zu klettern, kann man versuchen, sich langsam Richtung Ufer vorzuarbeiten, indem man mit Ellenbogen oder Fäusten die Eisfläche zerschlägt.

Was können Retter tun?

  • Sofort die 112 anrufen! Eine genaue Ortsangabe kann Leben retten.
  • Erst danach sollte man versuchen, mit einem Gürtel, Stock oder einem ähnlichem Gegenstand das Loch zu erreichen. Dem Opfer nicht die Hand reichen – die gefahr, dass der retter selbst ins Loch gezogen wird, ist sehr groß.
  • Achtung: Kriechen, nicht aufrecht laufen!
  • Dabei darf sich der Retter nicht selbst in Gefahr bringen – sobald das Eis knackt, sollte der Rettungsversuch abgebrochen werden.

Wenn man aus dem Wasser gezogen wurde:

  • Schnell die nassen Klamotten ausziehen und durch trockene Kleidung tauschen. (z.B. die Jacke des Helfers)
  • Nicht sofort ins Warme gehen, sondern langsam wieder aufwärmen, sonst droht ein Kreislaufkollaps.

Was tun, wenn Tiere im Eis gefangen sind?

  • Hier gilt ebenso: Sofort 112 anrufen. Sich nicht selbst in Gefahr begeben.
  • Tiere können sich oft selbst retten, deshalb nicht sofort in Panik geraten.
  • Auch hier gilt: Nicht mit bloßen Händen retten, sondern zum Beispiel die Leine wie ein Lasso einsetzen.
Text: PM/aj
Foto: Gemeinde Stahnsdorf
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