NTTKS besorgt über geplante Streichungen im Integrationsbereich im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Das Netzwerk Tolerantes Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf (NTTKS) ist in Sorge um die verlässliche Integrationsarbeit in der Region TKS.
In einer Pressemitteilung sorgt sich das Netzwerk Tolerantes Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf daß sich „die Sparpläne des Landkreises Potsdam-Mittelmark bereits jetzt auswirken. So wurde das morgige „Interkulturelle Straßenfest“ in Teltow abgesagt, da die entsprechende Förderung ausfiel.
Eine weitaus dramatischere Folge der Sparmaßnahmen könnte im Haushalt 2027 festgelegt werden: Die beiden Koordinatorinnen für interkulturelle Zusammenarbeit werden nicht weiter gefördert. Ihre Stellen laufen zum Ende 2026 aus. Dies wäre eine fatale Fehlentscheidung.
Die im Jugend- und Familienzentrum „ClaB“ Stahnsdorf (in Trägerschaft des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks) angesiedelte Susanne Weisheit leistet nun seit 11 Jahren wertvolle koordinierende Arbeit zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten in der Region TKS, wo sich aktuell vier Wohnheime für Geflüchtete befinden. Frau Weisheit hat Dutzende Familien betreut und Hunderte Menschen auf ihren Wegen in Bildung, Arbeit und Wohnung begleitet. Vernetzung, Weiterbildung, interkulturelle und politische Bildung sowie notwendige Unterstützung etwa gegenüber Behörden zeichnen sie aus und die gute Integration vieler Menschen in der Region sprechen für sie. Zudem ist sie eine unverzichtbare Kontaktstelle für das örtliche Ehrenamt, etwa für die „Begegnungscafés“ der Kirchgemeinden oder für private Asylhelfer, die zum Teil auch Mitglieder im NTTKS sind.
Das NTTKS ruft die Kreistagsabgeordneten auf, die beiden genannten Stellen sowie das Integrationsbudget des Landkreises abzusichern. Wie auch das „Lagebild zu Zuwanderung und Integration in Brandenburg“ hat die begleitete Zuwanderung den Arbeitsmarkt im Bundesland stabilisiert. Viele Familien konnten durch Kitas, Jugendclubs, Sportvereine, Bürgerinitiativen, Familienzentren und Schulen in der Fläche integriert; viele Arbeitsplätze durch Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten besetzt werden. Dazu benötigte es Koordination.“
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