Kirgistan seit 27 Jahren unabhängig

Am 15. Oktober lud der Botschafter Kirgistans in Deutschland, Erines Otorbaev, zur Unabhängigkeitsfeier seines Landes ein. Seit 27 Jahren ist das zentralasiatische Land unabhängig. Unter den geladenen Gästen traf man u.a. den Doyen des Diplomatischen Corps, den Apostolischen Nuntius, Nikola Eterovic sowie die Botschafter von Kasachstan und Russland an. Aus dem Deutschen Bundestag waren zwei Parlamentarische Geschäftsführer der Einladung des kirgisischen Botschafters gefolgt. Man traf Dr. Andre Hahn (DIE LINKE) und Manfred Grund (CDU) an. Ebenso war der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel vor Ort. Botschafter Otorbaev betonte in seiner Rede: „Die Unabhängigkeit meines Landes hat es möglich gemacht, eine neue Zeitrechnung einzuleiten.“

Ein besonderes Augenmerk galt dem Leben des 1928 in Kirgisien geborenen Schriftstellers Tschingis Aitmatov. Mit seiner 1958 erschienen Novelle über die Liebe, die den Namen „Djamila“ trägt, erlangte der 2008 in Nürnberg Verstorbene Weltruhm. In diesem Jahr wäre der Autor 90 Jahre alt geworden, vor zehn Jahren ist er verstorbenen. An diese beiden so wichtigen Daten für die internationale Kulturwelt erinnerte ein Weggefährte von Tschingis Aitmatov. Er las Auszüge aus den Werken des Kirgisen vor. Musiker aus Kirgistan begeisterten die Gäste mit Volksmusik aus der zentralasiatischen Region. Das Nationalgericht der kirgisischen Küche, der Plow, fehlte natürlich nicht am Büffet. Im Pressegespräch erklärte Manfred Grund: „Mit Begeisterung verfolge ich seit vielen Jahren die Entwicklungen des Landes Kirgisien.“ Volkmar Vogel betonte: „Erst kürzlich habe ich Kirgisiens Hauptstadt Bischkek zweimal besuchen dürfen und muss gestehen, das Land und die Menschen haben mich tief beeindruckt.“

Foto: Erines Otorbaev mit seiner Frau Damira Ibraeva und Manfred Grund, MdB (li.)

 

Text: Volkert Neef/Fotos: Ralf Flucke