Verkehrskonzept für Förster-Funke-Allee vorgestellt

Wer am Morgen zwischen 07:00 und 08:00 Uhr oder am Nachmittag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr in Kleinmachnow schnell mal etwas im Bioladen in der Förster-Funke-Allee besorgen oder im Rathaus im Adolf-Grimme-Ring etwas erledigen will, kommt danach nur schwer wieder auf die Straße zurück.

Zu den Hauptverkehrszeiten sind die Straßen im Ortszentrum verstopft. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von Bürgern, die die Situation ganz schrecklich finden“, sagt Bürgermeister Michael ­Grubert. Denn nicht nur die Autofahrer kommen nicht wieder auf die Straße, sondern Fußgänger und Radfahrer nicht hinüber. Und wenn doch, kommen sich alle Verkehrsteilnehmer in die Quere. „Die Kreuzung Förster-Funke-Allee/Adolf-Grimme-Ring ist ein Unschwallschwerpunkt“, weiß Grubert. „Wir haben dort Tempo 30 durchgesetzt, aber dafür gibt es keinen Fußgängerüberweg. Den sieht das Land erst ab Tempo 50 vor und das wollen wir ja nicht.“

Die Förster-Funke-Allee verbindet den Zehlendorfer Damm mit der Straße Hohe Kiefer und führt weiter zum Rathausmarkt. Entlang der Straße liegen ein Seniorenheim, vier Schulen, Hort und Kindergarten. Ohne Fußgängerüberweg laufen die Schüler auf dem Weg zum Bus einfach über die Straße. „Die Querungsmöglichkeiten dort sind ungenügend geregelt“, sagt Florian Zaharanski, der die Gemeinde seit Juli letzten Jahres als Verkehrsplaner bei der Erarbeitung von Verkehrskonzepten unterstützt. Der Problembereich Förster-Funke-­Allee/Rathausmarkt ist eine Herausforderung. „Es geht kreuz und quer. Aber der Platz auf der Straße ist begrenzt. Alle Bereiche (PKW, Fahrrad und Bus) zu entschärfen ist nicht möglich und ein Kompromiss schwer“, befürchtet er.

Inzwischen wurden vier Varianten erarbeitet. Die Optimierung der Fußgängerschutzanlagen oder ein Mini-Kreisverkehr könnten Abhilfe schaffen, möglich wäre auch ein dreistreifiger Ausbau mit einer der ersten Varianten. „Man muss natürlich gucken, was das alles kostet“ sagt ­Grubert. „Bei einem großen Wurf, also zwei Kreisverkehre und eine Straße, erreichen wir die Millionengrenze ganz locker. Das können Sie nur erreichen, wenn sie mit den Bürgern in den Dialog treten.“

In den nächsten Monaten sollen die Varianten in den Ausschüssen und mit den Bürgern diskutiert werden. Ende des Jahres soll eine Beschlussvorlage für die Gemeinde vorliegen.

 

Foto: Jörg Ernsting, Florian Zaharanski, Michael Grubert und Martina Bellack

 

Text und Foto: neb