S-Bahnverlängerung: Machbarkeitsstudie der TKS-Kommunen

5.667 Menschen pendeln täglich von ­Stahnsdorf und ­Kleinmachnow nach ­Berlin zur Arbeit, in umgekehrter Richtung sind es sogar 9.663. Das geht aus dem Pendleratlas Berlin-Brandenburg hervor, der im November veröffentlich wurde. Er wurde auch für die Machbarkeitsstudie der Kommunen ­Teltow, ­Kleinmachnow und ­Stahnsdorf herangezogen, die die Möglichkeit einer S-Bahn­verlängerung von ­Teltow nach ­Stahnsdorf und sogar eines Ringschlusses nach Wannsee untersucht hat. Sie wird im Regionalausschuss am 12. Dezember in ­Teltow vorgestellt.

Könnte man die Autofahrer unter ihnen zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel bewegen, ergäbe sich ein „riesiges Fahrgastpotenzial“, so Bernd ­Albers. „Ich plädiere unverändert für die Verlängerung der S 25 von ­Teltow nach ­Stahnsdorf“, so der ­Stahnsdorfer Bürgermeister weiter. „Sie ist wichtig für unsere 61.000 Einwohner starke Region und sie kann wirtschaftlich betrieben werden.“

Da die Gemeinde Stahnsdorf bereits im Besitz von Flächen an der Freihaltetrasse ist und die Strecke und der Bahnhof mit seinem Umfeld im Flächennutzungsplan gesichert wurden, könnte der Ausbau der vier Kilometer langen Strecke vom S-Bahnhof ­Teltow-Stadt zum Gewerbegebiet an der Sputendorfer Straße schnell in Angriff genommen werden. Auch Flächen für Bushaltestellen und etwa 80 Park-and-ride-Flächen wurden bereits im Plan verankert.

Nötig würde auch ein zweigleisiger Mittelbahnsteig auf dem Bahnhof mit zwei Zugängen über den Vorplatz und zu den Pendlerstellflächen. Lärmschutzmaßnahmen würden in ­Teltows Mühlendorf und Flussviertel und in ­Stahnsdorf an der ­Ruhlsdorfer Straße nötig werden. Die dreieinhalbminütige Strecke könnte bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern im 10- oder 20-Minuten-Takt befahren werden.

 

Text: neb, PM; Foto: Archiv