Kleinmachnower Schleuse für drei Wochen gesperrt

Wer zwischen dem 22. Oktober und dem 09. November mit dem Boot eine Fahrt über den Teltowkanal plant, wird an der Schleuse Kleinmachnow ausgebremst. Auch Zuschauer auf der Brücke können das Spektakel des Schleusvorgangs dann nicht erleben. Das zuständige Wasserstraßen-Neubauamt führt in dieser Zeit eine Bauwerksinspektion durch und sperrt die Schleuse deshalb für den Schifffahrtsverkehr.

Bereits seit September werden die überalterten Elektroanlagen wegen ihrer hohen Störanfälligkeit ausgetauscht. Die überwiegend noch aus DDR-Produktion stammenden Systemkomponenten sind nicht mehr lieferbar, so dass die Anlage nur noch mit hohem Aufwand und viel Kreativität der Anlagentechniker in Betrieb gehalten werden könne, heißt es in der Mitteilung aus Berlin. Erst im August war es darum bereits zur Verkürzung der Betriebszeiten gekommen. Im Zuge dieser Arbeiten erhält die Schleusenanlage auch einen neuen zentralen Bedienstand im denkmalgeschützten Mittelturm auf dem Trenndamm zwischen Nord- und Mittelkammer. Außerdem soll für die später vorgesehene Fernbedienung eine neue Leitzentrale auf dem Bauhof Berlin-Grünau gebaut werden. Fast fertig ist die Anlage zum automatischen Toranhub.  Das Bauvorhaben kostet rund vier Millionen Euro und wird vom Bund finanziert. Die Arbeiten sollen im November abgeschlossen sein.

Die Schleuse Kleinmachnow steht seit 1986 unter Denkmalschutz und ist die Einzige auf dem 38 Kilometer langen Teltowkanal, der die Spree im Südosten mit der Havel verbindet. Im Jahresdurchschnitt fahren laut des für den Betrieb zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Berlin (WSA) am Tag etwa 50 Sportboote und elf Binnenschiffe durch die Schleuse. Die Schleuse wird im Normalfall im Schichtsystem zwischen 06:00 und 22:00 Uhr überwacht.

Text/ Foto: TSB