Keine Feuerwehr am Güterfelder Damm?

Die Untere Forstbehörde (UFB) des Landes hat den Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 15 der Gemeindevertretung Stahnsdorf für den Güterfelder Damm in einem Schreiben vom 22. März abgelehnt. „Eine Umwandlung von Wald in Bauland für eine Feuerwehr [ist] aus forstrechtlicher Sicht nicht in Aussicht gestellt wird“, heißt es darin. Damit erteilt die Forstbehörde den Befürwortern eines Feuerwehrneubaus am Güterfelder Damm zunächst eine Absage.

Als Begründung führt sie unter anderem an, dass der aufgestellte B-Plan dem Flächennutzungsplan widerspräche. Eine Sichtweise, die Gemeindevertreter und Vorsitzender CDU/FDP-Fraktion Wolfgang Brenneis nicht nachvollziehen kann. „Im mehrheitlich beschlossenen Antrag der Aufstellung des B-Plans Nr. 15 am Güterfelder Damm wurde die Verwaltung parallel dazu aufgefordert, eine Änderung des Flächennutzungsplanes in diesem Sinne zu veranlassen“, kritisiert er. „Darüber wurde die Behörde offensichtlich nicht informiert.“

Auch über die Größenverhältnisse gibt es augenscheinlich unterschiedliche Angaben. Gemäß den rechtlichen Vorgaben des Landeswaldgesetzes „soll die Genehmigung zur Nutzungsartenänderung versagt werden, wenn u. a. die Erhaltung des Waldes im öffentlichen Interesse liegt und insbesondere für die Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist“, schreibt die UFB. Der Feuerwehrneubau benötige jedoch lediglich eine Fläche von etwa einem halben Hektar, das sind rund drei Prozent der Waldfläche“, erklärt Brenneis. Die UFB spricht derweil von zehn Prozent und bewertet dies mit einem „nicht unwesentlichen“ Teil des Erholungswaldes. „Scheinbar wurden der Behörde unklare Zahlen über die Projektgröße vermittelt“, so Brenneis weiter.

Auch die SPD beklagt, dass der UFB wesentliche Fakten, die für eine Entscheidung zum Standort nötig wären, von der Gemeinde „vermutlich nicht mitgeteilt wurden“. Heinrich Plückelmann, Mitglied des Bauausschusses und Vorsitzender der SPD Stahnsdorf erklärt, dass der „überwiegende Teil des Kuttenwaldes erhalten bleibt und dauerhaft geschützt werden soll.“

Für Bürgermeister Bernd Albers (BfB) ist der Aufstellungsbeschluss des B-Planes damit allerdings „hinfällig“. Er hofft jedoch, dass es zeitnah zu einer Verständigung mit den Gemeindevertretern über einen nun zu findenden Alternativstandort geben wird.

 

Text: pi; Foto: Verlag

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