Rekordteilnehmerzahl bei Spielen der Solidarität in Baku

Vom 12. bis zum 22. Mai fanden im zentralasiatischen Aserbaidschan die 4. Islamischen Spiele der Solidarität statt. Mehr als 3.000 Athleten, Beamte, Sportfunktionäre und technische Delegierte aus 54 Ländern konnte der aus Katar stammende Generalsekretär der Sportföderation der Islamischen Solidarität, Diplomat Faisal Abdulaziz Al-Nassar, begrüßen. Das ist eine neue Rekordzahl im Unterschied zu früheren Spielen. Die Athleten kämpften um rund 270 Medaillen.

Im Jahre 2005 fanden die „Islamischen Spiele der Solidarität“ erstmals in Saudi-Arabien statt. Im Rhythmus von vier Jahren werden die mittlerweile zu einer festen Größe in der internationalen Sportwelt gewordenen Wettkämpfe ausgerichtet. In 24 Sportarten, darunter Badminton, Basketball, Boxen, Fechten, Reiten, Ringen, Schwimmen, Tennis, Turnen oder Wasserspringen, kämpfen Sportlerinnen und Sportler aus islamischen Ländern um das begehrte Edelmetall.

Über die diesjährigen Spiele in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku sprach der Teltower Stadtblatt-Verlag mit Vugar Gafarov. An der Botschaft Aserbaidschans in Berlin ist der Attache für den Pressebereich zuständig. In der Heimat des aserbaidschanischen Diplomaten hatte man mit Freude zur Kenntnis genommen dass es „die bisher größten Spiele waren, sowohl was die Anzahl der Teilnehmer als auch die der Besucher angeht. Der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, hatte 2017 zum „Jahr der Islamischen Solidarität“ in Aserbaidschan erklärt. Jetzt führten wir die 4. Islamischen Solidaritätsspiele erfolgreich durch. Damit will mein Land zu der Einheit und Solidarität in der muslimischen Welt einen wirksamen Beitrag leisten.“

Vugar Gafarov teilte auch mit, sein Land wolle damit ein Signal aussenden. „Mit der Durchführung dieser Sportveranstaltung hat Aserbaidschan auch die Botschaft an die Welt geliefert, dass der Islam eine Religion des Friedens und der Solidarität ist.“ Aserbaidschan richtete bereits 2015 die 1.Europa-Spiele in der Sportgeschichte aus. Abschließend betonte der Presseattache: „Dass mein Land jetzt die Islamischen Spiele austrägt, ist auch ein weiteres Zeichen dafür, dass wir unsere Rolle als Brückenbauer zwischen den Zivilisationen ernst nehmen und den interkulturellen Dialog in der Welt vorantreiben wollen.“ Die nächsten Spiele der Islamischen Solidarität werden 2021 in der Türkei stattfinden.

 

Text: VTN/Foto: AZERTAG