Weitere 425.000 Euro Bundesförderung für ein soziales Projekt

Im Rahmen des EX-IN Projektes arbeiteten Psychiatrie-Erfahrene, psychiatrische Fachkräfte und Ausbilder/innen aus sechs europäischen Ländern zusammen, um eine spezifische Ausbildung zu entwickeln, die auf dem Erfahrungswissen der TeilnehmerInnen basiert. Ziel der EX-IN Ausbildung ist die Qualifizierung von Psychiatrie-Erfahrenen, um als Dozent/in oder als Mitarbeiter/in in psychiatrischen Diensten tätig zu werden. Menschen, die eine EX-IN Ausbildung absolviert haben, arbeiten inzwischen an Kliniken, an Sozialpsychiatrischen Zentren, im Bereich der beruflichen Rehabilitation oder als Dozenten bei Weiterbildungsträgern. Der in Bremen ansässige Verein wird nun mit über 425.000 Euro vom Bund gefördert, um auch in Potsdam und in einem weiteren Ort in Brandenburg Geschäftsräume zu eröffnen.

Bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

EX-IN – der Name steht als Abkürzung für Experienced Involvement, auf Deutsch erfahrene Beteiligung – wird unter anderem allgemeine Informationsveranstaltungen über das Bundesteilhabegesetz durchführen und damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Menschen mit Behinderungen besser über bestehende Angebote und ihre Rechte informiert sind. Beides sind wichtige Voraussetzungen, um mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

„Mit großer Freude habe ich einem erneuten Schreiben aus dem Bundesarbeitsministerium entnommen, dass der Verein EX-IN aus Bremen über 425.000 Euro bekommt, um in Potsdam sowie einem weiteren, noch nicht festgelegten Ort in Brandenburg, Geschäftsräume zu eröffnen“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Manja Schüle.

Fördergelder für Beratungsangebote

Anfang des Jahres hat die SPD-Politikerin bereits darüber informiert, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zwei Projekte in ihrem Wahlkreis mit über 500.000 Euro fördert. Hierbei geht es um niedrigschwellige, unabhängige Beratungsangebote für Menschen mit Behinderungen. Insbesondere die Beratung von Betroffenen durch Betroffene soll dadurch ermöglicht werden. „Mit diesem zusätzlichen Angebot wird der Ansatz der Beratung von Betroffenen für Betroffene weiter gestärkt. Das ist richtig, denn Menschen mit Behinderungen sind Experten in eigener Sache. So wird auch der Forderung ‚Nichts über uns, ohne uns‘ der Behindertenverbände entsprochen“, erläutert Schüle.

Text: PM/pst, Foto: BILDHAUS