Donnerstag, 23. Februar 2012

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3500 Besucher bei der Regionalen Ausbildungsmesse am 21. Januar

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt im Interview

Wie kam vor mehr als fünf Jahren die Idee zustande, eine Ausbildungsmesse zu veranstalten?
Schmidt: Der Ausgangspunkt war  die Diskussion um den sogenannten Fachkräftemangel. Und aus dieser Diskussion heraus entstand die Idee, in dieser Region eine Messe zu organisieren, die den Schülerinnen und Schülern einfach mal deutlich macht, welche Chancen sie hier haben. Damals waren das nur Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf. So etwas gab es hier in der Region noch nie. Die einzige Ausbildungsmesse war in Potsdam.

Jetzt stellen sich hier bereits 70 Ausbildungsbetriebe vor. Ludwigsfelde ist als Industriestandort mit im Boot. Der Flughafen BER eröffnet bald. Welche Zukunft sehen Sie für diese Messe?
Schmidt: Für die Ausbildungsmesse definitiv eine gute. Ganz klar an dieser Stelle auch die Aussage, dass die Ansiedlung des Großflughafens wirtschaftlich von Vorteil ist. Nichts desto trotz ist die Diskussion um die Flugrouten eine völlig andere. Die wirtschaftliche Ausstrahlung ist für uns definitiv hervorragend. und sie spiegelt sich letztlich auch in der Messe wieder.

Die Bundeshauptstadt ist gleich um die Ecke, die Landeshauptstadt in direkter Nähe. Wird die Regionale Ausbildungsmesse einmal überregional werden, mit Mittelpunkt in Teltow?
Schmidt: Ich denke, dass wir mit der jetzigen Konstellation eine hervorragende Basis haben um zu signalisieren, wir wollen die nächste Generation ganz bewusst in dieser Region halten. Damit signalisieren und dokumentieren wir auch, welche Chancen der Nachwuchs gerade hier unmittelbar nach dem Schulabschluss hat. Uns mit Messen in der Bundeshauptstadt zu vergleichen, hinkt. Ich sehe uns aber im Vergleich besser aufgestellt als die Ausbildungsmesse in Potsdam.

Dies ist die 5. Regionale Ausbildungsmesse. Vier sind vorangegangen. Welche Erfolge können Sie feststellen?
Schmidt: Also der schönste Erfolg einer solchen Messe ist immer der unterschriebene Ausbildungsvertrag. Ich weiß auch, dass viele Schulerinnen und Schüler wirklich mit vorbereiteten Unterlagen hierher kommen, sich schlicht und einfach hier direkt bei Unternehmen bewerben und damit den ersten Stein setzen, auch einen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben. Darum geht es bei dieser Messe. Dass es mehr und mehr auch zu einer Wirtschaftsschau wird, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Interview: Niklas Rietz/Rolf Niebel

Foto: M. Schimpf

3500 Besucher bei der Regionalen Ausbildungsmesse am 21. Januar