Donnerstag, 23. Februar 2012

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„Wärmeverlusten auf der Spur“

Aktionskreis Energie stellt auf Neujahrsempfang sein Veranstaltungsprogramm für 2012 vor

„Wir versuchen das Machbare zu zeigen und das, wenn möglich, praktisch direkt vor Ort“, erklärte Peter Schrage-Aden vom Aktionskreis Energie. Das sei die grundlegende Philosophie des Vereines, die insbesondere mit Führungen und Besichtigungen umgesetzt werde. Auf dem Neujahrsempfang im Wrangelschlößchen in Steglitz stellte der Aktionskreis sein neues Programm für 2012 vor.

Interessierte können sich zum Beispiel die Sanierung historischer Landhäuser auf Niedrigenergiestandard vor Ort anschauen, unter anderem gehört dazu die heutige Leo-Borchard-Musikschule in der Grabertstraße. „Das ist ein gelungenes Beispiel dafür, was aus einem alten Gebäude energetisch gemacht werden kann“, so Schrage-Aden.
Eine weitere, bereits mehrfach erprobte Veranstaltung wird die dreiteilige Fortbildungsreihe „Wärmeverlusten auf der Spur“ sein. Im Mittelpunkt des Projektes stehen vor allem die unsichtbaren Energieverluste, die mit einer speziellen Messtechnik erfasst werden können. „Wir gehen direkt in eine Heizstation hinein und werten anschließend die Messungen aus“, schilderte Hugo Starken, der das Seminar teilweise als Referent begleitet.

Im März dieses Jahres bietet der Aktionskreis eine Veranstaltung unter dem symbolischen Titel „Heizungs-EKG“ an. Dabei wir ein mobiles Messgerät vorgestellt, der so genannte Energiemonitor, der innerhalb von 24 Stunden sämtliche Parameter einer Heizungsanlage erfassen kann, zum Beispiel die Verbrennungstemperatur, die Raumfeuchte oder den Kohlenmonoxidgehalt im Abgas.

Weil die Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto kurzfristig erkrankt war, hielt der Bezirksbürgermeister Norbert Kopp den Festvortrag beim Neujahrsempfang. „Wir wollen hier im Bezirk unseren Beitrag zum internatonalen Jahr der Nachhaltigkeit leisten“, beschrieb er. Denn 2012 stehe genau unter diesem Motto. Dabei sprach er unter anderem das auf dem Weg gebrachte Klimaschutzkonzept für Steglitz-Zehlendorf an und lobte zudem die enge Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksamt und dem Aktionskreis Energie.

Sehr fachlich wurde es, als der Rechtsanwalt Hartmut Gaßner die neue EU-Gebäuderichtlinie und ihre Umsetzung, die so genannte EnEV 2012, vorstellte. „Dabei gibt die EU jedoch keine konkreten Zahlen vor, denn diese sollen von den einzelnen Mitgliedsstaaten selbst erarbeitet werden“, erklärte er. Spätestens ab 2013 könnten die Kriterien der neuen Energieeinsparverordnung wirksam werden. Daran müssen sich dann jene halten, die ein neues Gebäude planen und bauen möchten.
Den Aktionskreis Energie gibt es seit 2007 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Zweck des Vereines ist es, das Energiesparen und die energetische Optimierung von Gebäuden zu fördern. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.ak-energie.de.

Text/Foto: Anett Kirchner

„Wärmeverlusten auf der Spur“