Wir für Großbeeren: Dirk Steinhausen gründet neue Partei

In Großbeeren rumort es weiter: Der Kommunalpolitiker Dirk Steinhausen tritt endgültig aus der CDU aus und gründet im gleichen Zug ein neues Bündnis.

Steinhausen hatte in einer persönlichen Presseerklärung ausführlich dargelegt, was ihn zu diesem Schritt bewogen hatte. So habe er nach fast 20-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit für die Christdemokraten beschlossen, seine persönlich festgelegten "roten Linien" nicht zu überschreiten: "Ich will jeden Morgen noch in den Spiegel schauen können", so Steinhausen. "Wertschätzung und Anstand sind mir wichtig. Ein Begriff, der eher an Bedeutung gewonnen hat, ist Achtsamkeit und man merkt, dass man auf einmal Parteifreunde hat, bei denen der persönliches Ehrgeiz und Arroganz zugenommen hat, die kein Problem damit haben, dafür auch Freundschaften zu opfern."

"Einige wollen Machtanspruch behaupten, einige ziehen ideologisch nach rechts."

Ein Grund für die Entscheidung sei demnach auch der Rechtsruck einiger Parteikollegen sowie das Ausnutzen der Macht: "Da ziehen einige ideologisch nach rechts zur AfD und andere wollen nur noch mit Machtanspruch die eigene Position behaupten."

Steinhausen gibt an, sich trotz seines Austritts weiter engagieren zu wollen. Es brauche "einen Neubeginn, eine neue Alternative, um den Versuch, Bürgerbeteiligungen weiter zu reduzieren, entgegen zu wirken. Um Politik sachbezogen und wieder für die Bürgerinnen und Bürger zu gestalten." 

Steinhausen kündigte in den Sozialen Medien und auf seiner Homepage an, eine neue Wählerinitiative mit dem Namen "Wir für Grossbeeren" zu gründen. Mit der Initiative  wolle man sich "an Sachpolitik orientieren und nicht wie jetzt teilweise einige Ortsparteien an Polemik."

Seit einigen Monaten gab es in der CDU Großbeeren tiefe Gräben, die schließlich im März zum Ausschluß Steinhausens aus der Fraktion geführt hatten. Steinhausen war seither als fraktionsloser Abgeordneter tätig.

Foto: TSB
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