Ludwigsfelder Senioren on Tour: Exkursion zum Brandenburger Landtag

Mitte April waren knapp 50 Seniorinnen und Senioren aus Ludwigsfelde zu Gast im Landtag Brandenburg. Beim Kaffeeklatsch im Klubhaus hatte der Landtagsabgeordnete Helmut Barthel die Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder eingeladen, für einen Unkostenbeitrag von 15 Euro einen Ausflug nach Potsdam zu machen. Die verfügbaren Plätze waren schnell vergriffen.

Mit dem Bus ging es vom Klubhaus Ludwigsfelde direkt zum Landtag. Nach einer informativen Führung durch das eindrucksvolle Gebäude wurde in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen mit dem Abgeordneten über aktuelle politische Themen diskutiert. Arbeitsplätze, Rente, Steuern und vieles Mehr kam dabei zur Sprache. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einer Stadtrundfahrt durch die Landeshauptstadt Potsdam ein Bild von den dortigen Veränderungen der letzten Jahre machen. Herr Werner Jeschke hat seine Eindrücke des ereignisreichen Nachmittags in Form eines Gedichtes zusammengefasst.

 

Exkursion zum Brandenburger Landtag

Der Besuch des Brandenburger Landesparlaments
wurde zum Gegenstand eines bedeutenden Events,
das sich wünschten die Senioren von Ludwigsfelde.
Sie erkauften ihre Teilnahme mit erschwinglichem Gelde,
erhielten ihren Sitzplatz in einem riesigen Bus.
Die Teilnahme war ein unbedingtes „Muss“,
denn wie lange müsste man wieder warten,
bis erneut weitere ähnliche Fahrten starten!


Wann wird eine solche Gelegenheit wiederkehren,
zu sprechen mit Helmut Barthel aus Großbeeren?
Unserem Vertreter im Landtag von der Partei SPD,
vermutlich hatte unsere Carla Karstädt diese tolle Idee.
Jedenfalls wurde diese Fahrt am 11. April durchgeführt,
wo wir Senioren haben die Aura großer Politik gespürt.

Ein Schmuckstück wurde das neue Potsdamer Stadtschloss.
Jeder Teilnehmer der Fahrt diesen Anblick genoss!
Das Schloss wurde uns gezeigt von außen und innen.
Auf Plätzen von Parlamentariern, Parlamentarierinnen
stellten wir uns den Ablauf einer Debatte im Geiste vor.
Wir stiegen auch auf die Terrasse des Schlosses empor,
wo man einen wunderbaren Ausblick hat
auf Innenhof, Gebäude des Alten Marktes und die Stadt.


Wie diese schön gestalten die Potsdamer Stadtväter,
das sahen wir bei der Stadtrundfahrt später,
stellten fest: Alter Markt und Schloss zusammengehören,
und einige alte DDR-Bauten die Ästhetik stören,
deswegen werden sie auch (unter Schmerzen!) abgerissen,
weil wir die Schönheit früherer Zeiten vermissen.


Unser Abgeordneter spendierte uns auch Kaffee und Kuchen.
Wir dankten dafür, dass wir ihn durften besuchen!
Gespannt wir seinen Ausführungen lauschten,
die als „Informationslawine“ über uns hinweg rauschten.
Ihm zuzuhören, tat sich wirklich lohnen.
Wir erhielten eine Fülle von Informationen,
hatten das Gefühl, er vertritt unsere Interessen gut,
und wir bewunderten seine Standfestigkeit und seinen Mut,
zu überstehen den Parlamentsbetrieb mit seinem Dran und Drum.
Er bewältigt ein ungeheuer großes Arbeitspensum.

Es ist ja nicht die Arbeit in Potsdam alleine nur,
in diesem Job arbeitet man rund um die Uhr
auch im und für den Wohnort und für den Kreis!
Starke körperliche Belastung ist der Preis,
aber es ist ein Einsatz für höchst anspruchsvolle Ziele,
und davon gibt es unzählige, fast unendlich viele.
Auf allen Gebieten sind zu lösen große Probleme,
und die Art der Bewältigung ist oft eine sehr unbequeme.
Unvermeidbar sind Auseinandersetzungen mit der Opposition.
Zu verteidigen ist die eigene Idee, die eigene Version.

Fest im Blick die Erfüllung der wichtigsten Ziele im Ganzen,
wird hart gerungen im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen,
zum Beispiel, wie verteilt werden soll das vorhandene Geld,
das jeder Wirtschaftsbereich oder jeder Berechtigte erhält.
Oft herrscht Unzufriedenheit, es hagelt Beschwerden,
dann müssen die Streitigkeiten geschlichtet werden,
welcher Bereich mehr zu fördern ist und welcher nicht
und wer leider gezwungen ist zu üben Verzicht.


Bezüglich des „Weltproblems abschmelzende Pole“
ist zu gestalten der moderate Ausstieg aus der Braunkohle.
Der BER soll endlich fertig werden, dann schwarze Zahlen schreiben,
die Digitalisierung der Wirtschaft und Privathaushalte ist voranzutreiben.
Die Jugend soll sich für heimische Arbeitsplätze interessieren,
dafür ist Bildung zu fördern, die Jugend muss sich gut qualifizieren,
unbedingt gelingen muss der vielen Flüchtlinge Integration,
Geringverdiener müssen kriegen ihren gerechten Mindestlohn,
damit jeder Mensch von seiner Arbeit jetzt und später leben kann.
Unser Abgeordnete nimmt sich aller dieser Probleme an,
nicht nur der hier genannten, es gibt noch viel mehr,
um das Wohl der Menschen bemühen sich die Abgeordneten sehr.


Darüber muss beraten und nachgedacht werden tief,
nichts soll bei der Bewältigung der Aufgaben gehen schief,
und das alles kostet außer angestrengter Arbeit viel Geld,
was die Bundesrepublik für Investitionen zur Verfügung stellt,
was an alle berechtigten Empfänger wird verteilt.


Immer wieder ruft man: „Bitte noch mehr Geld – und bitte, es eilt!“
So mancher Wunsch ist erfüllbar, manch´ anderer wird verwehrt.
Über die ganze Problematik wurden wir aufgeklärt,
vor allem darüber, wie arbeitet und regiert das Parlament.
Dieser Ausflug war für uns Senioren ein wichtiges Event,
höchst lehrreich, informativ, unterhaltsam und interessant.
Unser Dank gilt den Abgeordneten, die voranbringen unser Land!
Viel Neues erfuhren wir durch unsere Augen und Ohren,
wir danken den Gastgebern, allen Helfern und Organisatoren!


Werner Jeschke

 

Foto: SPD Brandenburg