25 Jahre Deutsch-turkmenische Beziehungen

Der Botschafter Turkmenistans, Toyly Atayev, lud am 6. März zu einer Feier in die Botschaft nach Berlin-Dahlem ein. Exakt vor 25 Jahren, am 6. März 1992, nahmen Turkmenistan und Deutschland ihre diplomatischen Beziehungen auf. Der Diplomat erinnerte vor den geladenen Gästen, darunter sehr viele Botschafter, daran, dass Deutschland am 23. November 1993 in der turkmenischen Hauptstadt Ashgabat die Botschaft bezog. Die Botschaft Turkmenistans befand sich bis 1999 in Bonn und man zog dann nach Berlin um.

Im Laufe der Zeit erfolgten regelmäßige Besuche auf allerhöchster Ebene. So besuchte das Turkmenische Staatsoberhaupt Gurbanguly Berdimuhamedow 2008 und 2016 die Bundesrepublik Deutschland. In Ashgabat findet einmal jährlich der „Tag der Deutschen Wirtschaft“ statt. Seit 2011 wird auch einmal pro Jahr die Tagung zum Deutsch-Turkmenischen Gesundheitsforum veranstaltet.

Beim Handel können beide Seiten nur erfolgreiche Zahlen verkünden. Im letzten Jahr nahm das Handelsvolumen um fast 30 Prozent zu und man erreichte ein Volumen von 412 Millionen Euro. Beide Länder konnten am 12. Februar 2017 eine große gemeinsame Feier begehen. Sowohl in Turkmenistan als auch in Deutschland wählte man das Staatsoberhaupt. Der Präsident Turkmenistans wurde dabei im Amt bestätigt und der ehemalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wurde in der Bundesversammlung zum Deutschen Staatsoberhaupt gewählt. Botschafter Toyly Atayev betonte, dass die Beziehungen „zwischen unseren Ländern sind von großer Harmonie und gegenseitigem Respekt geprägt“ seien. Hinzu komme, Deutschland war weltweit eines der ersten Länder, dass den jungen Staat Turkmenistan völkerrechtlich anerkannt hatte. Einer der anwesenden Botschafter und Gratulanten war Dr. Durbek Amanov. Der Botschafter Usbekistans in Deutschland beendet seine Tätigkeit am 13. März in der Bundesrepublik und sagte: „Heute bin ich letztmalig in meiner Eigenschaft als usbekischer Botschafter bei den turkmenischen Freunden.“ Da klang ein wenig Wehmut mit. Das Diplomatenleben ist nun einmal so gestaltet, dass man sehr oft versetzt wird und neue Aufgaben an anderer Stelle zugewiesen bekommt. Daher sprach der Usbekische Spitzendiplomat auch von den zwei unterschiedlichen Augen. Mit einem weinenden verlasse er Deutschland. Man habe hier so viele nette Menschen kennenlernen dürfen. Mit einem lachenden Auge freue man sich auf das neue Aufgabengebiet. Am Ende des offiziellen Teils lud Botschafter Toyly Atayev als Hausherr die Gäste ein, Köstlichkeiten aus seinem Heimatland Turkmenistan zu probieren.

 

Foto: S. E. der Usbekische Botschafter, Herr Dr. Durbek Amanov (li.) und S. E. der Turkmenische Botschafter Herr Toyly Atayev

 

Text/Foto: VTN