Supermarkt für Güterfelde

Wer in Güterfelde schnell noch eine Milch zum Kaffee oder ein paar Kartoffeln zum Mittag besorgen wollte, musste sich extra ins Auto setzen und in den Stahnsdorfer Ortskern hineinfahren.

Dieses mühsame Unterfangen hat wohl bald ein Ende: Güterfelde soll einen großen Rewe-Markt bekommen. Auf der letzten Gemeindevertreterversammlung haben sich die Parteien mit großer Mehrheit für die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Lebensmittelmarkt ausgesprochen. Der neue Nahversorger mit 1.800 Quadratmetern Verkaufsfläche soll bis etwa 2020 an der Kreuzung der neuen Landesstraße 40 mit der L 77 entstehen.

Gegner des Marktes hatten in der vorhergehenden Diskussion auf der Versammlung vor allem die zunehmende Verkehrsdichte angeführt. Wenn man dann noch den Lieferverkehr in den ohnehin schon engen Straßen bedenke, wäre es unwahrscheinlich laut, merkte Linken-Fraktionsvorsteher Harald Mushack an.

Auch gab es zunächst Zweifel daran, wie lange sich der Markt an dieser Stelle halten würde. Hier konnte Dieter Rauh, der Standortplaner von Rewe, aushelfen: Moderne Märkte würden allesamt mit einer größeren Verkaufsfläche geplant. „Die Gänge sind breiter und die Regale niedriger als bei Märkten, die noch vor ein paar Jahren konzipiert wurden“, führte Rauh aus. So sei ohnehin mehr Verkaufsfläche nötig, um die Ware ansprechender präsentieren zu können. Dass im Ort bereits Filialen von Aldi und Kaiser‘s hatten schließen müssen, sei eher auf veraltete Konzepte als auf mangelndes Interesse der Anwohner zurückzuführen.

Der Markt wäre die erste Einkaufsmöglichkeit direkt in Güterfelde. Neben dem Rewe-Markt könnten auf dem Gelände zusätzlich ein Getränkemarkt, ein Bistro und ein Bäcker angesiedelt werden. Auf Nachfrage sei auch die Integration einer Packstation sowie eines Lotto-Angebots denkbar.

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