Keine Windräder in Ruhlsdorf

244 Meter und 237 Meter hoch sollten die neuen Windkraftanlagen werden, die in der Gemarkung Ruhlsdorf errichtet werden sollten. Die Stadtverordneten der Stadt ­Teltow aber schoben dem Projekt in der vergangenen Sitzung den Riegel vor.

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um ein Vorhaben im Außenbereich der Stadt. Dieses wäre nur möglich, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und es der Erforschung, Entwicklung oder Nutzung der Wind- oder Wasserenergie dient. Dazu handelt es sich bei der Fläche für die Windkraftanlagen um einen Bereich, der durch die Stadt Teltow für Windenergienutzung ausgewiesen wurde.

Trotz alledem bat die Verwaltung die Stadtverordneten für den vom Bürgermeister eingereichten Antrag und somit gegen die Errichtung zu stimmen. Begründet wird dies von der Verwaltung damit, dass die neuen Anlagen noch einmal deutlicher höher als die bereits im ausgewiesen Bereich befindlichen Windräder sind. Diese messen 175 Meter und waren 2013 Betrachtungsgrundlage bei der Erarbeitung des Teil-Flächennutzungsplans Windenergienutzung. Dadurch werde auch das Landschaftsbild verändert. Von einer Beeinträchtigung „der natürlichen Eigenart der Landschaft und ihren Erholungswert sowie einer Verunstaltung des Orts- und Landschaftsbildes“ ist laut Antrag auszugehen.

Dem stimmte auch ein Großteil der Stadtverordneten zu, die das Problem vor allem in der Höhe der Anlagen sahen und sich um die Zerstörung des Landschaftsbildes sorgten. Einzig der Grünen-Politiker Eberhard Adenstedt stimmte gegen den Antrag und somit für die Errichtung. Somit konnte das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt werden.

Text/ Foto: Redaktion TSB

 

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