Entscheidung zu Bauhof zurück in Fachausschüsse verwiesen

Die Gemeindevertretung Stahnsdorf sollte eigentlich in ihrer Sitzung am 1. Juni über die Gründung eines Zweckverbandes für einen gemeinsamen Bauhof in TKS entscheiden, doch die Mitglieder des Hauptausschusses haben die Beschlussvorlage des Bürgermeisters am 18. Mai mehrheitlich in die Fachausschüsse zurückverwiesen (5 x Ja, 2 x Nein, 2 x Enthaltung).

„Wenn unsere Nachbarn Kleinmachnow und Teltow fragen, ob man mit ihnen gemeinsam etwas unternehmen möchte, so haben sie ein Recht auf eine Antwort. Wie diese auch ausfallen mag, wir müssen und sollten sie ihnen am 1. Juni geben“, sagt Bürgermeister Bernd Albers, der somit auf ein eindeutiges Signal bereits in der kommenden Sitzung drängt und nicht erst Mitte Juli. Albers macht aus diesem Grund von seinem in der Brandenburgischen Kommunalverfassung verankerten Recht Gebrauch und stellt die Vorlage der Verwaltung in jedem Fall bereits in der kommenden Sitzung zur Abstimmung.

Was außerdem in der gesamten Debatte zu kurz kommt, ist die Wertschätzung der Stahnsdorfer Gemeindearbeiter. Diese machen tagtäglich einen hervorragenden Job. Sowohl für die Kollegen am Wirtschaftshof im Besonderen als auch die Gemeinde Stahnsdorf im Allgemeinen sollte die Gemeindevertretung eine Entscheidung fällen, die von Sensibilität, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein für die Menschen hier und den Kommunalhaushalt getragen ist. Der Bürgermeister wird als eine von maximal 23 Stimmen in der Gemeindevertretung seiner Verantwortung und seinem Gewissen nachkommen und entsprechend votieren – und zwar am 1. Juni.

„Ich habe Verständnis für die Nöte meines Kleinmachnower Amtskollegen, der seit Jahren mit den massiven Beschwerden der Anwohner des Kleinmachnower Bauhofs, der sich inmitten eines Wohngebiets befindet, konfrontiert ist. Auch die Kleinmachnower Wünsche zur Nachnutzung des mehr als 6000 Quadratmeter großen Bauhofgrundstücks im Bannwald müssen selbstverständlich in eine ordentliche Zeitschiene gebracht werden“, fügt Albers hinzu. Teile der Fläche sollen künftig zur Erweiterung der Kleinmachnower Feuerwehr genutzt werden, andere Gebäudeteile stehen der Nachbarkommune künftig für kulturelle und soziale Nutzungen zur Verfügung.

Für all diese Kleinmachnower Belange hat Albers Verständnis. Für Stahnsdorf komme es nunmehr darauf an, die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde im Kontext mit den Kosten zu bewerten. Hierzu liegt den Gemeindevertretern seit Juli 2016 ein gemeinsam mit Teltow und Kleinmachnow in Auftrag gegebenes Gutachten zu den finanziellen Auswirkungen vor. Auf Wunsch des Stahnsdorfer Finanzausschusses wurde dieses Gutachten um weitere Prüfschritte und Berechnungen ergänzt. Diese erweiterten Erkenntnisse eines renommierten Beratungsunternehmens sind ausreichende Grundlage dafür, nun eine Entscheidung zu treffen.

 

Text: Gemeinde Stahnsdorf; Foto: Verlag