Sportabzeichentour machte Halt in Kleinmachnow

Von ihrer sportlichen Seite zeigten sich Kleinmachnower und Gäste am 24. Juni. Hunderte Kinder und Erwachsene beteiligten sich an der Sportabzeichen-Tour. Doch am Ende hat es nicht ganz gereicht: Bürgermeister Michael Grubert verlor seine Wette.

Auf dem Sportplatz der Berlin Brandenburg International School (BBIS) hatten sich am Vormittag etwa 1.200 fitte und motivierte Schul- und Kindergartenkinder eingefunden, um sich mit prominenter Unterstützung den Prüfungen um den Orden der Bundesrepublik für besonders gute körperliche Fitness zu stellen. Am Nachmittag waren Sportler aller Altersklassen, Familien und Firmen gefordert.

Für die Sportabzeichenprüfungen hatten die Schüler mehrere Stationen zur Auswahl: Die Laufbahn für die Kategorie Ausdauer, für Kraft-Punkte wurde Weitsprung angeboten, Schnelligkeit konnte ebenfalls auf der Bahn beim Sprint bewiesen werden und Koordination durch Seilspringen oder Kugelstoßen. Unterstützt wurden sie dabei von Stabhochspringer Danny Ecker, Zehnkämpfer Frank Busemann und Stuntfrau Miriam Höller. Die Sport-botschafter zeigten Aufwärmübungen, gaben professionelle Tipps und liefen auch selbst mit. Viele freiwillige Helfer, darunter Schüler und Lehrer der Schulen, sorgten als Wettkampfrichter dafür, dass Sprünge korrekt gemessen oder Zeiten genau eingetragen wurden.

Ab 14:00 Uhr wurde das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben und der Wettkampf um die sportlichste Kommune ausgerufen. Trotz Temperaturen von bis zu 36 Grad kamen zahlreiche Kinder und Fami-lien auf das Sportgelände, um sich in den Wettkämpfen zu beweisen. So wie das neue
Ropespring-Team des RSV. Die Seilspringer rückten wegen der Hitze nur mit dem halben Team an, zeigten aber doppelten Einsatz. „Normalerweise haben wir 30 Mitglieder, aber bei dem heißen Wetter sind nicht alle mitgekommen“, erklärt Team-Gründerin Silke. Andrea Schmidt und ihre Kinder Laura (10) und Julian (6) stellten sich trotzdem tapfer den Disziplinen. „Im Schnitt haben wir Silber bekommen“, erzählte sie am Ende des Tages stolz.

Um 17:30 Uhr wurde mit dem Staffellauf zwischen den drei Kommunen Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow der letzte Wettkampf um den Titel als sportlichste Kommune ausgerufen. Nach einem Unentschieden im Torwandschießen ging es mit dem Staffellauf ins Stechen. Für Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers traten die Mitarbeiter der Bewegungskita „Im Regenbogenland“ an. Teltow hätte beinahe aus dem Wettbewerb ausscheiden müssen. Bürgermeister Thomas Schmidt hatte die Männer der Feuerwehr als Team gewinnen können, doch die mussten am Nachmittag zu einem schweren Unfall auf der A2 ausrücken. Gerade als er den anderen Teams viel Erfolg gewünscht hatte, erklärte sich das Team der Sparkasse bereit, für Teltow an den Start zu gehen. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert hatte mehrere Mitarbeiter seiner Verwaltung für sein Team gewinnen können und ließ es sich nicht nehmen, selbst an dem Wettkampf teilzunehmen. Nach zwei spannenden Runden kamen die Stahnsdorfer zuerst ins Ziel, Teltow wurde Zweiter und Gastgeber Kleinmachnow musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

Trotz der regen Teilnahme kamen am Ende leider nicht die erwarteten 2.000 Menschen zusammen, so dass Bürgermeister Grubert seine Wette nicht gewinnen konnte. Er zeigte sich als fairer Verlierer und spendete dem RSV 500 Euro. „Ich bin stolz und bedanke mich bei den Kindern und Erwachsenen, dass sie trotz der 36 Grad gekommen sind.“ Mit der Spende für den Sportverein wolle er dabei helfen, dass die Region sportlich noch aktiver wird.

 

Text/Foto: Andrea Nebel

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