In die Riemen: So waren die Tage der Offenen Tür beim Ruderclub KST

Jedes Frühjahr gibt es beim Ruderclub Kleinmachnow Stahnsdorf Teltow e. V. einen "Tag der offenen Tür". Dieser erstreckt sich sogar über ein ganzes Wochenende und ist für alle gedacht, die nicht wissen, daß der Verein auch  das restliche Jahr über Ruderwillige empfängt und für alle, die einfach mal so vorbeikommen wollen.

Für die Veranstaltung am 21. und 22. April hatte der Verein sich richtig ins Zeug (in die Riemen!) gelegt und schon am Freitag alles aufgebaut und geschmückt. Am Sonnabend und Sonntag konnten dann einige hundert Gäste mit Kaffee, Limo und Bier, Kuchen, Salat und Würstchen verköstigt werden.

Bestes Ausflugswetter lockte Groß und Klein, Jung und Alt zum Vereinsgrundstück an der Machnower Schleuse. Nun gut: Essen und Trinken im Grünen kann man aber auch woanders. Das, was das Event am Teltowkanal so einzigartig macht, ist das beliebte Proberudern für alle.

Rund um die Uhr nutzten die Besucherinnen und Besucher die willkommene Gelegenheit, sich als Ruderer zu versuchen. Und das mit Erfolg! Auch wer beim Start noch mit den Skulls wild um sich schlug, der kam nach Einweisung an Land, Erklären auf dem Wasser und einer Übungsrunde bis zur Autobahnbrücke und zurück noch nicht perfekt im Takt, aber mit einem entspannten Lächeln zurück: "Toll! Ich komme wieder! Wann ist der Anfängerkurs?" (Die Antwort finden Sie unten!)

Es waren zeitgleich bis zu vier Boote unterwegs, im Bug stets ein erfahrener Ruderer (oder eine Ruderin), im Heck der Steuermann (bzw. die Steuerfrau) mit der Aufgabe, nicht nur das Boot auf Kurs zu halten, sondern jeweils drei Neuen an Bord Grundbegriffe und -fertigkeiten fürs Rudern zu erklären und dabei ein bißchen vom Wanderrudern zu erzählen: der RCKST ist seit Jahr und Tag einer von Deutschlands erfolgreichsten Wanderrudervereinen und in seiner Jugendarbeit an einsamer Spitze.

Zwölf Wochen im Jahr ist man auf großer Fahrt, von Finnland bis Rumänien, von Polen bis Kroatien. Und im Heimatrevier um Griebnitzsee, Havel und Wannsee fast jeden Tag unterwegs.

Am Sonnabendmittag nutzte der Verein eine Ruderpause, um sich mit seinen Gästen einmal eine Stunde selbst zu feiern: Es gab nicht nur den ersten Platz im DRV-Vereinswettbewerb, sondern auch sechs Goldmedaillen (von 14 vergebenen) im Brandenburgischen Wettbewerb 2017 und eine Vielzahl von DRV-Wanderruderabzeichen für teils beeindruckende Streckenleistungen.

Den Langstreckenruderern im vereinsinternen Marathonwettbewerb konnte der Vorsitzende Stefan Biastock die begehrten T-Shirts überreichen und ganz nebenbei  noch ankündigen, daß es mal wieder einen Äquatorpreisträger (40.077 Ruderkilometer) im Verein gibt. Aber das ist eine andere Geschichte…

In und rund um Berlin liegt das attraktivste Ruderrevier der Welt – wer es entdecken, sich in freier Natur bewegen und sich mit anderen zusammen begeistern kann, der ist beim Ruderclub an der Schleuse willkommen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich mal an den Skulls oder Riemen als Ruderer zu versuchen, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen: Seit dem 25. April wird wieder gerudert. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

Mehr Infos gibt's unter wanderrudern.de

Text/Foto: Simone Pelzer