Heimpleite für RSV-Basketballer

Die Korbjäger des RSV Eintracht mussten in der 2.Basketball-Bundesliga ProB eine nächste bittere Niederlage hinnehmen. Gegen die ETB Wohnbau Baskets aus Essen kassierten die Brandenburger in der heimischen Berlin Brandenburg International School auf dem Kleinmachnower Seeberg eine 67:78 (23:44) Heimpleite. Nach der fünften Niederlage in Folge bleibt man dadurch am Tabellenende, so dass es nun am Dienstag bei den punktgleichen Cuxhaven Baskets bereits zu einem sehr wichtigen Duell im Kampf um den Klassenerhalt kommt. Julius Stahl eröffnete die Partie zwar vielversprechend mit einem Dreipunktewurf, doch das 3:0 sollte die einzige RSV-Führung während des gesamten Spiels bleiben. Stattdessen zeigte der ProA-Absteiger aus Essen von Beginn an seine Routine und Klasse. Immer wieder wurden die Schwachpunkte der Defensive aufgezeigt und die Angriffe extrem hochprozentig abgeschlossen.

Sensationelle 72% Wurfquote aus dem Spiel heraus standen magere 27% auf RSV-Seite gegenüber, so dass die Partie hier schon vorentschieden war. Das sah anschließend auch Gästecoach Igor Krizanovic ähnlich: „Wir sind sehr gut gestartet und haben das ganze Spiel letztlich davon gelebt.“

Auch RSV-Trainer Denis Toroman hat es genauso analysiert: „Im Prinzip war das Spiel schon im ersten Viertel entschieden. Wir haben anschließend sehr viel Energie investieren müssen, um auch nur annähernd wieder zurückkommen zu können.“ Damit hat Toroman auch schon in Kürze die Geschehnisse nach dem Seitenwechsel beschrieben. Hier kämpfte sich die Eintracht vor allem durch eine sehr gute Dreipunktequote (am Ende 10/21) zwar wieder heran, aber näher als bis auf neun Punkte in der Mitte des vierten Viertels (60:69) kam man nicht mehr. Letztlich brachten die Westdeutschen den Auswärtssieg souverän nach Hause.

Josh Smith wurde Topscorer mit 20 Zählern. Michael Holton kam nach einer Nullrunde im ersten Durchgang am Ende immerhin noch auf 18 Punkte. Julius Stahl landete mit 14 Punkten ebenso im zweistelligen Bereich. Pause zur Regeneration und zur Aufarbeitung bleibt nicht viel, denn bereits am Reformationstag wird die englische Woche in Cuxhaven fortgesetzt. Coach Denis Toroman findet hierbei klare Worte: „Generell, und das habe ich auch zu den Spielern schon in der Kabine gesagt, bin ich sehr enttäuscht. Es ist an der Zeit, dass sich einige Dinge ändern.“

RSV: Smith 20, Holton 18, Stahl 14, Drews 7, Craven 6, Levron 2, Decker, Kirchner, Ogette, Paul

 

Foto: RSV beim Spiel gegen Bochum am 15. Oktober

 

Text: Marcus Boljahn; Foto: René Hartmann