4.353 Stunden: Die Freiwillige Feuerwehr war 2017 fast im Dauereinsatz

Egal ob Stürme, Großbrände, Starkregen oder Unfälle: die Freiwillige Feuerwehr Kleinmachnow steht bereit. Auf der Jahreshauptversammlung am 16. Februar 2018 bedankte sich Gemeindewehrführer Alexander Scholz bei seinen Kameraden für ihre Arbeit im vergangenen Jahr bei insgesamt 577 Einsätzen (2016 waren es noch 346 Einsätze). Damit fährt die Feuerwehr Kleinmachnow nach der Hauptamtlichen Feuerwehr Teltow die meisten Einsätze im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die Kameraden zeigen vollen Einsatz, und das nicht nur im Dienst

Unterstützt wurden die Feuerwehrmänner und -frauen in diesem arbeitsreichen Jahr von vier neuen Kameraden im aktiven Einsatzdienst, die im Dezember letzten Jahres erfolgreich die „Truppmann 1“-Ausbildung abgeschlossen haben. Damit kommt die Freiwillige Feuerwehr auf insgesamt 90 Mitglieder sowie 19 Mitglieder der Jugendfeuerwehr unter Leitung von Jugendwart Patric Roewer.

Insgesamt waren die Kameraden zusammen etwa 4.353 Stunden im Einsatz. 23 von ihnen nutzten in ihrer Freizeit noch die Möglichkeit zu Weiterbildungen, bei denen unter anderem ein Truppführer, ein Atemschutzgeräteträger, ein Motorkettensägenführer und sechs Bootsführer ausgebildet sowie diverse Lehrgänge im Bereich technische Hilfeleistung besucht wurden. Und dabei wird klar: die Feuerwehrmänner und -frauen sind nicht nur in im Dienst Feuer und Flamme für ihren Beruf. „Eine stetige Aus- und Fortbildung auf einem qualitativ hohen Niveau ist für die Mitglieder der Feuerwehr Kleinmachnow von elementarer Bedeutung zur sicheren und erfolgreichen Abarbeitung der gestellten Aufgaben.“ führte Gemeindewehrführer Alexander Scholz in seiner Rede auf der Jahreshauptversammlung aus.

Jeder Notruf kann auch für die Feuerwehrleute gefährlich werden

Mit sieben Einsätzen innerhalb von 12 Stunden war der 20.03.2017 für die Freiweillige Feuerwehr Kleinmachnow ein Ausnahmetag. Unter anderem wurden sie wieder einmal zum Fath-Gelände in Kleinmachnow gerufen, wo eine leer stehende Baracke brannte. Die Feuerwehren der Region waren dort mehr als 2,5 Stunden im Einsatz. Im Alltag der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmachnow gibt es immer wieder dramatische und auch traurige Augenblicke. Sie zeigen, dass der Einsatz der Männer und Frauen nicht nur psychisch belastend sondern auch gefährlich sein kann. Der Tod zweier Kameraden der Feuerwehr Kloster Lehnin, die bei einem Einsatz am 5. September 2017 ums Leben kamen, ist einer dieser traurigen Augenblicke.

Auf dem „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr wurden sie mit einer Schweigeminute geehrt. Die Einnahmen dieses Tages sowie gesammelte Spenden in Höhe von 2.500 Euro kamen den Hinterbliebenen zugute. Im Nachgang an dieses Ereignis entschloss sich die Feuerwehr, wie viele andere im Landkreis auch, ihre Fahrzeuge durch zusätzliche Heckwarn- und Konturbeklebungen besser kenntlich zu machen, um in Zukunft nicht selbst in Unfälle verwickelt zu werden.

Neue Technik, aber zu wenig Platz

Um auch weiterhin auf dem Stand der Technik zu sein, wurde im Jahr 2015 das Projekt „Hilfeleistungslöschfahrzeug“ (HLF) Kleinmachnow als Ersatzbeschaffung für den 28 Jahre alten Rüstwagen angeschoben. Das neue Fahrzeug der Firma Schlingmann wird in einigen Wochen an die Feuerwehr übergeben. Weitere Ersatzbeschaffungen werden in den kommenden Jahren wegen des Alters der Bestandsfahrzeugen und der großen Beanspruchung im Einsatz unvermeidbar sein, so Scholz.

Mit dem neuen Fahrzeug, das im März übergeben werden soll, und den zahlreichen anderen Geräten steht die Feuerwehr nun vor einem neuen Problem: „Die Fahrzeughalle ist bereits jetzt klar zu klein“ betont Scholz. Neun Fahrzeuge sowie ein Boot auf zugehörigem Trailer stehen dort auf insgesamt sieben Stellplätzen. Mehr Platz muss her, um die Unfallverhütungsvorschriften ordnungsgemäß erfüllen zu können. Scholz hofft, eine endgültige Lösung mit dem Auszug des Bauhofs zu finden.

Der Bürgermeister verspricht Unterstützung bei allen Belangen: „Die Gemeinde Kleinmachnow verlässt sich auf Euch, und Ihr könnt Euch auf den Bürgermeister und die Gemeindevertretung verlassen.“ versprach Michael Grubert in seiner Rede. Zudem dankten die Nachbarwehren aus Teltow und Stahnsdorf für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit bei den Einsätzen im letzten Jahr. Auch die Kleinmachnower Geschäftsleute bedankten sich mit einer Spende bei der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmachnow.

 

Text: PM/pst / Bild Einsatz Fath-Gelände in Kleinmachnow: FFW Kleinmachow

 

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