Weiterhin höchste Waldbrand-Warnstufe

Seit Wochen ächzen die Menschen unter der Hitze, und auch der Boden leidet: Brandenburg erlebt derzeit eine der intensivsten Dürreperioden, schon im März hatte die Feuerwehr die ersten Waldbrandgefahrenstufen angesagt. Seit Jahresbeginn gab es im Land bereits 210 Brände, in der vergangenen Saison waren es dagegen knapp 140.

Verursacher von Bränden auf den Feldern seien oft heissgelaufene Erntemaschinen, auch noch im Boden befindliche Munition aus dem Zweiten Weltkrieg könne einen Brand auslösen. Besondere Vorsicht sei aber vor allem bei der berüchtigten weggeworfenen Zigaretten-
kippe aus dem Autofenster geboten: „Das ist die Gefahr Nummer eins“, so Knut Zwingenberger, Schichtleiter der Waldbrandzentrale Wünsdorf (Teltow-Fläming).

Auch in Stahnsdorf kam es am vergangenen Mittwoch zu einem Brand: Aus einem Feld nahe der Starstraße schlugen auf geschätzten sieben Hektar Ackerfläche Flammen, die in Windeseile eine Höhe von weit mehr als zwei Meter erreichten. Nur wenige Minuten nach Ausbruch des Brandes entwickelte sich eine gewaltige Rauchsäule, die noch in vielen Kilometern Entfernung zu sehen war. Auch beim Testspiel des RSV gegen Hertha waren die Rauchwolken zu sehen. Erste Löschversuche von Anwohnern mit Gartenwasser blieben erfolglos, die alarmierte Feuerwehr war jedoch nach wenigen Minuten zur Stelle und konnte den Brand gerade noch rechtzeitig unter Kontrolle bringen, bevor er auf die angrenzenden Häuser übergegriffen hätte.

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg hat derzeit Stufe 5, die höchste der möglichen Gefahrenstufen, verhängt.

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