Veterinäramt schließt Tierklappe in Potsdam-Mittelmark

Immer wieder in der Urlaubszeit werden in Deutschland Hunde, Katzen und Nagetiere einfach ausgesetzt. Das Verbot nach dem Tierschutzgesetz hindert viele Menschen nicht daran, ihre Tiere zugunsten einer Reise ihrem Schicksal zu überlassen. Der Tierschutzverein „Samtschnuten“ e.V. kann das nicht verhindern, will den ausgesetzten Tieren aber zumindest die leidvolle Erfahrung des Angebundenseins in fremder Umgebung ersparen. Laut Pressesprecher Kai-Uwe Schwinzert gab es auch im Landkreis Potsdam-Mittelmark einige Beispiele, wo Hunde nur noch den davon fahrenden Rücklichtern ihrer Besitzer hinterher sehen mussten. So sei im Januar ein Hund gestorben, den man in einer kalten Winternacht an einen Fahrradständer vor einem Supermarktes angebunden hatte. Die Idee der Tierschutzklappe war geboren.

Doch das Betreiben einer solchen Station, in der jeder, der sich in einer Notlage mit der Betreuung seines Tieres befinde oder sich einfach nur bequem anonym seiner Verantwortung für sein Haustier entziehen wolle, sei seitens des Veterinäramtes nicht erlaubnisfähig. Es bestehe die Gefahr, dass hochgradig infizierte Tiere oder aber auch gefährliche Tiere in die Boxen kommen, so der Landkreis. Die Tierklappe in Steindorf in der Gemeinde Wiesenburg/Mark wurde daher nun geschlossen.

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark verweist Tierbesitzer, die sich nicht mehr um ihr Tier kümmern können darum an Tierschutzvereine, Tierheime und Pflegestellen oder das Veterinäramt des Landkreises (Tel.: 03381- 533271, Email: fb3@potsdam-mittelmark.de). Das Veterinäramt appelliert zudem daran, Tierhalter mit Problemen zu unterstützen oder notfalls die Behörde zu informieren.

Foto: pixabay

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