Positive Bilanz für Moorschutz in Brandenburg

Seit 2010 wurden in 14 Natura 2000-Gebieten durch den Naturschutzfonds Brandenburg Maßnahmen und Projekte zur Revitalisierung und Stabilisierung von Kalkmooren und Braunmoosmooren umgesetzt. Auf rund 1.000 Hektar wurden in den Landkreisen Barnim, Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree und Uckermark Maßnahmen zum Erhalt und zur Wiederherstellung dieser speziellen Brandenburger Moortypen durchgeführt.

„Die Ziele des Brandenburgischen Moorschutzprogramms werden sukzessive umgesetzt“, betont Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger und zog eine positive Bilanz der bisher umgesetzten Maßnahmen und Projekte zum Moorschutz in Brandenburg. „Brandenburg ist eines der moorreichsten Bundesländer mit einer großen Vielfalt an verschiedenen Moortypen und das muss auch so bleiben. Wir sind es unseren Enkeln schuldig, Moore zu erhalten beziehungsweise deren Funktionsfähigkeit wieder herzustellen“, sagte Vogelsänger.

Die Landesregierung hatte bereits 2014 ein umfassendes Moorschutzprogramm beschlossen, das Eckpunkte für den Moorschutz, eine Flächenkulisse für entsprechende Maßnahmen sowie Empfehlungen zur Umsetzung von Moorschutzprojekten enthält. Zudem wurden Moorschutzmaßnahmen gezielt in die Förderpolitik des Landes integriert.

Aktuell laufen zwei Maßnahmen zum Moorschutz, die aus der EU-Richtlinie „Natürliches Erbe“ finanziert werden: Der Wasserrückhalt im Oberlauf Birkenallee wird durch Maßnahmen des Wasser-und Bodenverband Calau verbessert. Der BUND Brandenburg beschäftigt sich gegenwärtig unter anderem mit der Reaktivierung von Quellmooren am Trämmersee. Im Landeswald wurden  an 39 Standorten Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes und der Biotopausstattung von Moorflächen durchgeführt. Mit Förderung aus dem Kulturlandschaftsprogramm konnten 2016 rund 400 Hektar auf eine moorschonende Wasserhaltung umgestellt werden.

Moore sind Kinder der Eiszeit und von herausragender Bedeutung für das gesamte Ökosystem und das Klima. Einst prägten insbesondere großflächige Versumpfungsmoore die brandenburgische Landschaft. Heute gibt es in Brandenburg nur noch auf etwa 6.000 Hektar wachsende und torfbildende Moore. „Davon gehen etwa die Hälfte auf Moorrevitalisierungen in den letzten 20 Jahren zurück. Das zeigt, dass Brandenburg beim Moorschutz auf dem richtigen Weg ist und das Moorschutzprogramm Wirkung zeigt“, so Vogelsänger.

 

Text: MLUL Brandenburg; Foto: pixabay.com