Mehrgenerationenwohnen auf Nehemiahof in Wietstock geplant

Anfang Dezember 2016 wurde im ehemaligen Hofcafé des Wietstocker Nehemia­hofes ein neues Projekt in Angriff genommen. Das Gebäudeensemble im Herzen des ­Ludwigsfelder Ortsteils beherbergt seit dem Jahr 2000 eine christliche Lebensgemeinschaft, die damals von 14 Personen als e. V. gegründet wurde und die den Hof kaufte.

Da der Verein das Gelände mittlerweile nicht mehr allein bewirtschaften kann, entwickelt Vorstandsmitglied ­Ulrich ­Schniedertöns einen Vorschlag: Aus den bisher ungenutzten drei Nebengebäuden soll in den nächsten Monaten ein Mehrgenerationen-Wohnkomplex werden.

Dank eines Programms des Bundesfamilienministeriums ist es möglich, die Sanierung und den Ausbau als Modellprojekt in Angriff zu nehmen und dafür auch öffentliche Gelder zu nutzen.

Im ersten Obergeschoss sollen Wohnungen für kleine Familien und Alleinerziehende mit Kindern entstehen, im  Erdgeschoss eine behindertengerechte und barrierefreie Wohngemeinschaft. Weitere Angebote wie eine Pflege-Wohngemeinschaft und eine Tagespflege sollen das gemeinschaftliche Wohnen ergänzen.

Das Projekt will insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen einbinden. Bürgermeister Andreas Igel und die Stadtverordneten hatten sich für das Projekt eingesetzt, in das insgesamt 1,6 Millionen Euro investiert werden sollen.

Text: PM/pi; Foto: privat