Kleine Vitaminbomben aus Brandenburg

Wozu extra an die Ostsee reisen, wenn man doch auch hier in der Region viel Schönes, Leckeres und Gesundes entdecken kann? Nur etwa 40 Minuten von Kleinmachnow entfernt, liegt mit dem Sanddorn-Garten Petzow eine kleine Schatzkammer, in der man Natur und Kultur erleben, einkaufen und schlemmen kann.

Trotz eigener Weinproduktion, Wildkräuter- und Gemüseanbau dreht es sich im Sanddorn-Garten Petzow immer wieder um eines: Sanddorn. Auf rund 150 Hektar wird bio-zertifizierter Sanddorn von Inhaberin Christine Berger und ihren 20 Angestellten angebaut. Im Sanddorn-Garten können Gäste durch die großen Schaufenster schauen und sehen, wie aus Sanddorn und anderen Früchten Marmelade entsteht. Der Kräutergarten beherbergt über 150 verschiedene Gewürzpflanzen und Kräuter, viele seltene Exemplare sind dabei. In der ­Kreativ-Küche wird  immer wieder an neuen Produktrezepturen getüftelt – so lange, bis unterschiedlichste Produkte aus Sanddorn entstehen.

Bei den Offenen Erlebnis-Hofführungen können Besucher das Gelände mit vielen Wildfrucht- und Sanddorn-Pflanzen, den Kräutergarten, die Läden, das Café und das Restaurant mit Seeterrasse kennenlernen. Dort wird auch gezeigt, wie die Sanddorn-Spezialitäten hergestellt werden und viele Leckereien dürfen probiert werden. Die nächste Offene Erlebnis-Hofführung ist am 17. Mai, weitere am 21. Mai, 21. Juni, 25. Juni, 19. Juli, 23. Juli, 16. August, 20. August, 17. September und 22. Oktober.

Ursprünglich aus Nepal stammend, fühlen sich Sanddornsträucher in Küstenregionen, an Flussufern und in kalkhaltigen Sandböden so richtig wohl. Die bis zu sechs Meter hoch wachsenden Sträucher sehen nicht wirklich spektakulär aus, ihre Früchte sind es dafür aber umso mehr: Nur zwölf kleine Beeren decken den Vitamin-C-Tagesbedarf eines Erwachsenen. In 100 Gramm Fruchtfleisch stecken je nach Sorte 200 bis 900 Milligramm Vitamin C – bis zu 18-mal mehr als in Zitronen oder Orangen –, in den Petzower Sanddornbeeren rund 450 Milligramm. Die Wildfrüchte enthalten außerdem die Vitamine A, K und E sowie geringe Mengen Vita­min B12, das ansonsten ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Für Veganer und Vegetarier kann Sanddorn deshalb eine pflanzliche Vitamin-B-Ergänzung sein. Sobald die Früchte orangegelb bis orangerot sind, können sie geerntet werden. Die Früchte werden dann geschnitten und schockgefrostet, mit dem Bio-Siegel versehen und auf schonende Weise weiterverarbeitet, damit die wertvollen Vital- und Wirkstoffe erhalten bleiben.

 

Zur Homepage des Sanddorn-Gartens

 

Dieser Bericht ist in der Lust auf… Wohlfühlen erschienen, dem neuen Lifestylemagazin für die Region (erhältlich im Kundenbüro des Teltower Stadtblatt Verlags in der Potsdamer Straße 57 in Teltow).

 

Foto: Christine Berger GmbH & Co. KG