Digital dominiert im Jahresbericht der Verbraucherzentrale

Wie im Vorjahr suchten auch in 2016 fast 56.000 Verbraucherinnen und Verbraucher persönlich, telefonisch sowie bei Veranstaltungen den Rat der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Verbraucherzentrale übergibt Jahresbericht an Verbraucherschutzminister Ludwig

Alle Themen der Verbraucherzentrale – angefangen beim allgemeinen Verbraucher- und Reiserecht, über Finanzen und Energierecht bis hin zur Ernährung – werden immer stärker von digitalen Problemlagen bestimmt. Diese Bilanz zog Dr. Christian Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg, gegenüber Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig bei der Übergabe des Jahresberichtes 2016/17.

Ludwig würdigte das Engagement der Verbraucherschützer: „Die Verbraucherzentrale Brandenburg bietet Verbrauchern verlässlich erste Hilfe und Orientierung in ihrem sich rasant wandelnden Konsumalltag, und sie ist ein unverzichtbarer Radar für Verbraucherprobleme und Schieflagen in Märkten.“

Digitale Verbraucherfallen

Neben der unabhängigen Beratung, der Warnung vor unseriösen Anbietern und dem Aufdecken von Missständen setzt sich die Verbraucherzentrale Brandenburg für die Verbesserung von Verbraucherrechten ein und setzt diese auch durch. „In 2016 konnten wir durch zehn erfolgreiche Abmahnungen und zwei gewonnene Klagen bessere Bedingungen für alle Verbraucher schaffen“, so Rumpke. Beispielsweise mahnten die Verbraucherschützer den Online-Reiseveranstalter Tropo GmbH ab, der in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt hatte, dass für Namensänderungen bei Pauschalreisen 100 Prozent Stornokosten für enthaltene Flüge zu zahlen seien. Der Veranstalter verpflichtete sich gegenüber der Verbraucherzentrale Brandenburg, auf diese unzulässigen und verbraucherunfreundlichen Regelungen zu verzichten.

Im Zusammenhang mit der Häufung von Schieflagen im digitalen Bereich berichtete Rumpke, dass die Verbraucherzentrale im allgemeinen Verbraucherrecht viele Verbraucher gewarnt und beraten habe, die in eine Abofalle für Routenplaner-Dienste online getappt sind oder bei Fake-Shops eingekauft und nie ihre Ware erhalten haben. Im Finanzbereich wiederum gab es gehäuft Fälle, in denen Verbraucher in eine Kostenfalle bei der vermeintlichen Bestellung eines schufafreien Kredites im Internet geraten sind. Neben neuen webbasierten Abzockmaschen bilden sich auch neue Märkte heraus – so zum Beispiel im Bereich Lebensmittel der E-Food-Markt. Hier hat das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Brandenburg eine bundesweite Untersuchung durchgeführt und unter anderem Probleme in der Kühlkette aufgedeckt.

Bild: VZB-Geschäftsführer Dr. Christian A. Rumpke (l.) übergibt Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig den Jahresbericht 2016/17

Text: PM / Foto: Karla Fritze
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