Internationaler Regenbogenfamilientag: Gleichstellung voranbringen

Zum Internationalen Regenbogenfamilientag am 7. Mai fordert Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe, die Gleichstellung dieses Familienmodells voranzubringen: „Wir brauchen den Regenbogenfamilientag, um Homo- und Transphobie aufzudecken. Wir brauchen ihn aber auch, um Toleranz und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken. Brandenburg ist in dieser Hinsicht ganz weit vorn. Ich bin froh, dass sich die Landesregierung so vehement für gleiche Rechte homosexueller Partnerschaften stark macht und sie unterstützt. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie wichtig uns allen eine vielfältige Gesellschaft in Brandenburg ist.“

Regenbogenfamilien sind Familien, in denen Kinder bei zwei gleichgeschlechtlichen Partnerinnen oder Partnern aufwachsen. Allerdings sind Regenbogenfamilien in Deutschland der heterosexuellen Ehe nicht gleichgestellt. Damit haben Kinder aus Regenbogenfamilien nicht von Anfang an die gleichen Rechte und erhalten nicht die gleiche Absicherung. Daher wurde 2012 der Internationale Regenbogenfamilientag ins Leben gerufen, um die Gleichberechtigung dieser Familienform einzufordern.

Monika von der Lippe erklärte: „Heutzutage sind die Familienformen so bunt wie die Gesellschaft selbst. Und doch ist die traditionelle Mutter-Vater-Kind-Familie immer noch gesellschaftliche Norm und Maßstab. Das macht es für gleichgeschlechtliche Paare unendlich schwer, eine Familie zu gründen. Sie stoßen auf Widerstände, müssen Hürden nehmen und erfahren Diskriminierungen in den verschiedensten Lebensbereichen. Da braucht es gute Beratung, Unterstützung und Vernetzung. Zukünftig kann all das erstmals auch für die vielen in Brandenburg lebenden Regenbogenfamilien geleistet werden. Das ist in Brandenburg neu und einzigartig. Mit der Förderung eines Projekts zur Beratung von Regenbogenfamilien zeigt die Landesregierung ein weiteres Mal, wie sehr ihr eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft am Herzen liegt.“

Das Land Brandenburg setzt sich darüber hinaus für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Partnerschaften und die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften im Adoptionsrecht ein.

„Queer in Brandenburg? – Jetzt mitmachen und Meinung sagen!“ Unter diesem Motto läuft eine Dialogplattform des Sozialministeriums zur Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Land Brandenburg. Auf der Internetseite www.queeres-brandenburg.de können Brandenburgerinnen und Brandenburger bis zum 18. Juni 2017 ihre Anregungen zum Landesaktionsplan „Queeres Brandenburg“ übermitteln und an einer Befragung teilnehmen. Der Landesaktionsplan soll einen „positiven gesellschaftlichen Wandel hin zu Akzeptanz, Respekt, Wertschätzung und vor allem Dialog zu bewirken“.

 

Text: MASGF Brandenburg; Foto: pixabay

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