Gesundheitsministerin Golze: Impfungen schützen

Zur Europäischen Impfwoche vom 24. bis zum 30. April 2017 unter dem Motto „Impfungen wirken – Impfungen schützen in jeder Lebensphase“ ruft Gesundheitsministerin Diana Golze alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. Golze: „Die Europäische Impfwoche soll dazu beitragen, Menschen jeder Altersgruppe, insbesondere die Eltern von Kindern und Jugendlichen, junge Erwachsene und ältere Menschen, über die hohe Bedeutung eines ausreichenden Impfschutzes zu informieren. Nur wer darauf achtet und fehlende Impfungen nachholt, handelt seinen Mitmenschen gegenüber verantwortungsvoll. Vor allem die Kleinsten – Säuglinge zum Beispiel – sind darauf angewiesen, dass wir verantwortungsvoll handeln.“

Die Europäische Impfwoche ist eine Initiative des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie findet jährlich im April statt. In diesem Jahr stehen besonders die Fachkräfte im Gesundheitswesen, wie Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegerinnen und  Krankenpfleger sowie Hebammen und Entbindungspfleger im Fokus.  Denn medizinisches Personal hat ein besonders hohes Risiko, sich ansteckende Krankheiten zuzuziehen und diese an Patientinnen und Patienten zu übertragen.

Diana Golze: „Wer im Gesundheitswesen arbeitet, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und sich impfen lassen. Impfungen schützen das medizinische Personal und damit auch die Patientinnen und Patienten. Und bei deren Entscheidungsfindung hilft es ganz sicher auch, wenn Ärztin oder Krankenpfleger aus eigenem Erleben berichten. Zugelassene Impfstoffe haben ihre Wirksamkeit in zahlreichen Studien nachgewiesen, sind gut verträglich und unerwünschte Nebenwirkungen treten nur selten auf.“

Das Land Brandenburg fördert schon seit vielen Jahren den Impfgedanken durch öffentliche Impfempfehlungen, die über die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) deutlich hinausreichen.

Brandenburg gehört zu den Bundesländern mit den höchsten Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen. So verfügten im Jahr 2015 88,7 Prozent aller Kita-Kinder, 95,2 Prozent aller Einschüler und 95,7 Prozent aller Zehntklässler über einen vollständigen Impfschutz gegen Masern (zweimalige Impfung). Damit wurde die Zielsetzung der Weltgesundheitsorganisation WHO, bei der zweimaligen Masern-Impfung eine Impfquote von mindestens 95 Prozent zu erreichen, bei den Schulkindern in Brandenburg erreicht. 

Diana Golze: „Obwohl die Impfquoten im gesamten Land seit mehreren Jahren erfreulicherweise ansteigen, gibt es immer noch deutliche regionale Unterschiede. In einigen Regionen im nahen Berliner Umland sind leider niedrigere Impfquoten als beispielsweise in den ländlicheren Regionen zu verzeichnen. Ich hoffe, dass auch diese Impfwoche dazu beiträgt, immer noch bestehende Vorurteile und Vorbehalte abzubauen. Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung weiter zu steigern, ist und bleibt ein erklärtes Ziel der Brandenburger Landesregierung.“

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zu Verfügung stehen. Sie vermeiden viele Infektionskrankheiten, die einen schweren Verlauf nehmen oder sogar zum Tod führen können. Schutzimpfungen können laut Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich etwa zwei bis drei Millionen Todesfälle aufgrund von Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Masern verhindern. Ein optimaler Schutz gegen viele Infektionskrankheiten wird erreicht, wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung dagegen geimpft ist. In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Die Eliminierung der Masern, der Röteln und der Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist erklärtes und erreichbares Ziel nationaler und internationaler Gesundheitspolitik.

Weitere Informationen zur Europäischen Impfwoche unter www.euro.who.int/de/home.

 

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie; Foto: pixabay.com

Wir verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unsere Seite auswerten zu können. Für diese Analyse wird Ihre IP-Adresse anonymisiert gespeichert. Rückschlüsse auf Ihre Person sind somit nicht möglich. Wenn Sie sich gegen ein zukünftiges Tracking entscheiden, wird in Ihrem Browser ein Cookie eingerichtet, der diese Auswahl für ein Jahr speichert. Annehmen, Ablehnen

678